Eine Idee geht mir nicht mehr aus dem Kopf, vielleicht finde ich ja hier Unterstützung: Unter dem Begriff Dystopie sind so viele unterschiedliche Settings zusammengefasst, dass die Orientierung zuweilen schwer fällt.
Beispiele:
- Die "politische Dystopie" (z.B. mit dem Klassiker "1984"), in der es primär um politisch/gesellschaftliche Fragen geht.
- Die "Science Fiction Dystopie"; die Handlung findet zwar in dystopischen Welten statt, diese sind jedoch tendenziell eher Schauplatz für abenteuerlastige Geschichten (z.B. "Der ewige Krieg")
- Das "Letzter Mensch auf der Welt"-Szenario (z.B. "Großes Solo für Anton"); hier steht eine einzelne Person und ihr Reaktion auf eine surreale Umwelt im Fokus.
- Katastrophenschilderungen: Handlung schildert eine in der Jetztzeit beginnende Katastophe, die globale Ausmaße annimmt. Ein Grenzgebiet zur Dystopie, die negative Zukunftsvision ist der Mittelpunkt der Geschichte (z.B. "Ausgebrannt").
- Alternative Realitäten (z.B. Vaterland); Die Vergangenheit unterscheidet sich von unserer Vergangenheit und die Zukunft ist keine rosige.
Schon an diesen fünf Beispielen wird deutlich, wie weit man den Begriff Dystopie auslegen kann. Die Idee: Eine Landkarte der dystopischen Literatur. Jedes Buch kann mit einem anderen Buch in Relation gesetzt werden, daraus könnte ein hochspannendes Netzwerk entstehen. Beispiel: http://www.gnoosic.com/
Findet sich wohl ein Entwickler, der ein entsprechendes System und ein Interface schreiben möchten, über das in gemeinsamer Arbeit Bücher miteinander verknüpft werden können? Und was gibt es noch für Ideen?
Das ist auch ein Gedanke, der mich sehr beschäftigt hat und immer noch beschäftigt. Den meisten von dir gebildeten Kategorien würde ich zu zustimmen - aber das Last-Man-Szenario liegt irgendwie auf einer anderen Ebene als die anderen. Ich würde den Vorschlag machen, die Szenarien, in denen eine Katastrophe verfolgt wird, von den anderen zu unterscheiden und dann zu gucken, wie es dem Autor gelingt, die Dystopie als "Veränderung" glaubhaft zu machen - sprich: durch Katastrophe, Zukunft/Zeit, Uchronie, Ort oder reine Extrapolation in die Nahe Zukunft. So habe ich zumindest bei mir die neuen Kategorien angelegt - und bisher trennen sich die Werke auch sauber voneinander. Wenn man erzählerische 'Tricks' wie die Uchronie mit Formen von Herrschaft (Totalitäre, bürokratische, gar keine) mischt, bekommt man meiner Ansicht nach leider keine 'sauberen' Klassen von Elementen.
http://dystopischeliteratur.wordpress.com/
Das ist wirklich kompliziert - und je länger ich mich damit beschäftige, desto schlimmer wird es... vermutlich müsste man auch diejenigen Werke, in denen die Entstehung der Dystopischen Gesellschaft beobachtet werden kann, von denen abgrenzen, die sie uns schon als Factum präsentieren.
Das was dir vorschwebt, wird vermutlich schneller zum Erfolg führen als mein erzähltechnischer Ansatz- du willst ja irgendwie von der Motivstruktur herangehen. Ich halte das durchaus für möglich:
- Motiv einer totalitären Gesellschaft
- Motiv einer vernichtenden Seuche
- Motiv eines Krieges
- Motiv einer sterbenden Welt
- Motiv eines neuen "Robinsons" (Last Man)
etc...
Da würde ich mich dann aber tatsächlich auf die Motive beschänken und die erzähltechnische Komponente herauslassen...sonst verkompliziert sich wieder alles...schwierig wird es bei solchen Punkten wie der Uchronie...und wie man das motivisch fassen kann... wahrscheinlich müsste man da genauer vorgehen...z.B. gibt es bestimmt 3 dutzend Romane, in denen die U.S.A vom Dritten Reich oder der UDSSR erobert werden...
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Die Frage wäre auch, wie man das programiertechnisch grafisch umsetzen soll... prinzipiell hätte ich da aber nichts dagegen...
Rachel Maddow, New York, hat den Begriff der "Dystopia" fuer mich "aktualisiert" und praezisiert, zumal wir in einem solchen
globalen Zustand leben, und, wie der deutsche, in Koeln arbeitende Autor Wellershoff gesagt hat, "beschleunigt schleichenden und brutalen Zustand leben" der da vollkommen von den Superorganismen des Weltkapitals und deren hermetisch funktionierenden Systemen vorangetrieben wird, und von den traditionellen Strukturen (Erziehungssysteme, Curricula und allen unterschwelligen Strukturen nícht begriffen werden kann...Ídeale Vorraussetzungen fuer the environment of modern day dystopia, wie von RACHEL mADDOW AUSGELOBT: ICH BITTE UM EINE RUECKMELDUNG: DANKEND; NOVOCAINE38, gegenwaertig Koeln
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