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	<title>Memo - Dominik Schwarz &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>Gedanken und Notizen</description>
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		<title>Horst K&#246;hlers Antwort auf meinen Brief</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 20:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 19. Juni habe ich an unseren Bundespr&#228;sidenten Horst K&#246;hler geschrieben. Inhalt meines Briefs waren meine massiven Bedenken hinsichtlich des &#8220;Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen&#8221;. Heute habe ich die Antwort aus Bundespr&#228;sidialamt erhalten. Da es sich um keinen pers&#246;nlichen Brief handelt, erlaube ich mir, das Antwortschreiben im Volltext hier zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;"><div id="attachment_449" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/brief-horst-koehler.jpg" alt="Die Antwort auf meinen Brief an Horst K&#246;hler." title="Die Antwort auf meinen Brief an Horst K&#246;hler." width="600" height="300" class="size-full wp-image-449" /><p class="wp-caption-text">Die Antwort auf meinen Brief an Horst K&#246;hler.</p></div></div>
<p>Am 19. Juni habe ich <a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/netzsperren-brief-an-horst-koehler/" class="liinternal">an unseren Bundespr&#228;sidenten Horst K&#246;hler geschrieben</a>. Inhalt meines Briefs waren meine massiven Bedenken hinsichtlich des &#8220;Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen&#8221;. </p>
<p>Heute habe ich die Antwort aus Bundespr&#228;sidialamt erhalten. Da es sich um keinen pers&#246;nlichen Brief handelt, erlaube ich mir, das Antwortschreiben im Volltext hier zu zitieren:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Schwarz,</p>
<p>Bundespr&#228;sident K&#246;hler hat mich gebeten, f&#252;r Ihren Brief vom 19. Juni 2009 zu danken, mit dem Sie Bedenken gegen das Gesetz zur Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen erheben.</p>
<p>Der Bundespr&#228;sident hat keine M&#246;glichkeit, auf die inhaltliche Gestaltung eines Gesetzes w&#228;hrend des Gesetzgebungsverfahrens Einfluss zu nehmen. Er bittet Sie daher um Verst&#228;ndnis, dass er sich zu dem Inhalt des von parlamentarischen Gremien zu beratenden Gesetzes nicht &#228;u&#223;ern m&#246;chte. Er wird die Frage der Verfassungsm&#228;&#223;igkeit des Gesetzes pr&#252;fen, sobald ihm nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens ein entsprechendes Gesetz zur Ausfertigung vorgelegt wird. Ihre Ausf&#252;hrungen wird er ber&#252;cksichtigen, soweit sie verfassungsrechtlich von Belang sind.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en<br />
Im Auftrag</p></blockquote>
<p>Was ist also von dieser Antwort zu halten? Nun, zun&#228;chst muss klar sein, was die Erwartungen an einen solchen Brief sind. Dass ein (pers&#246;nlicher) Dialog als Reaktion fast v&#246;llig auszuschlie&#223;en ist, muss jedem, der an den Bundespr&#228;sidenten (oder einen Amtsinhaber &#228;hnlicher Gr&#246;&#223;enordnung) schreibt, klar sein. Und das war auch niemals Intention, selbst wenn ich mich sehr gerne mit Herrn Bundespr&#228;sident K&#246;hler &#252;ber dieses Thema unterhalten w&#252;rde.</p>
<p>Mir waren zwei Aspekte wichtig:</p>
<ol>
<li>Besser, der Bundespr&#228;sident erh&#228;lt 100 Briefe zu diesem Thema, als dass er 99 erh&#228;lt. Besser 1.000 als 999. Besser ich habe mein Anliegen vorgetragen, als dass ich geschwiegen habe. Ich erwarte, in irgend einer Art und Weise registriert zu werden, selbst wenn es nur die Zahl &#8220;X B&#252;rgerbriefe zum Thema Netzsperren&#8221; in seiner t&#228;glichen Zusammenfassung ist.</li>
<li>Noch viel wichtiger sind mir die vielen Gespr&#228;che mit meinem Freunden und Bekannten zu diesem Thema. Ich m&#246;chte zeigen, dass mir dieses Thema wichtig ist und ich m&#246;chte zeigen, dass diese Thematik f&#252;r uns alle wichtig ist. Dass die Zusammenh&#228;nge viel komplexer sind, als manche Kurznachrichten es darstellen und man als Laie denken k&#246;nnten. Dass es solche Dinge wie Netzneutralit&#228;t &#252;berhaupt gibt &#8211; und was dies f&#252;r uns alle bedeutet. Oder anders ausgedr&#252;ckt: <a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/das-internet-erklaeren/" class="liinternal">Wir m&#252;ssen das Internet erkl&#228;ren</a> und mit meinem Brief habe ich die Aufmerksamkeit meiner Klasse.</li>
</ol>
<p>Das waren meine Erwartungen und soweit ich es beurteilen kann, habe ich beide erreicht. Was ist nun aber von der Antwort zu halten?</p>
<p>Eigentlich st&#246;rt mich nur eine Sache, diese daf&#252;r um so mehr: der erste Satz. Ich bin nicht gegen das &#8220;Gesetz zur Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8221;. Dieser Titel ist schwer irref&#252;hrend, denn dieses Gesetz gibt es nicht und all zu leicht entsteht bei Dritten der Eindruckt, es best&#252;nde Kritik am Vorgang der &#8220;Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie&#8221;.</p>
<p>Dies ist grundlegend falsch! Bef&#252;rworter und Gegner des Gesetzes werden &#8211; v&#246;llig zu Recht &#8211; nicht m&#252;de zu betonen, dass Kinderpornographie ein schreckliches Verbrechen ist, welches es mit rechtsstaatlichen Mitteln konsequent verfolgt werden muss. </p>
<p>Die Kritik am vorliegenden Gesetzesentwurf bezieht sich schlie&#223;lich gerade darauf, dass mit dem &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zugangserschwerungsgesetz" class="liwikipedia">Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen</a>&#8221; &#8211; so &#252;brigens der korrekte Name &#8211; eben keine Kinderpornographie bek&#228;mpft wird, sondern lediglich ein l&#246;cheriger Vorhang davorgehalten wird, der noch ganz andere Gefahren birgt.</p>
<p>Sehr schade also, dass obwohl ich in meinem Schreiben die korrekte Gesetzesbezeichnung verwendet habe, der Antwortschreiber den falschen Namen verwendet. Ich m&#246;chte glauben, es war ein unbeabsichtigtes Versehen.</p>
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		<title>Tsch&#252;ss, studiVZ. Tsch&#252;ss, lastfm.</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 14:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[lastfm]]></category>
		<category><![CDATA[studiVZ]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe heute meinen lastfm-Account gel&#246;scht. Und weil ich schon dabei war, habe ich meinen studiVZ-Account gel&#246;scht. Und das kam so: Lastfm ist eine Mischung aus Onlineradio und Netzwerk f&#252;r Musikfreunde. Mit einer kleinen Software, die an mein iTunes gekoppelt ist, wird alles, was ich in iTunes abspiele an lastfm &#252;bermittelt. Dort wird mein &#8220;H&#246;rverhalten&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;"><div id="attachment_438" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/studivz.png" alt="Ausgegruschelt:Ich habe zwei Accounts in Soical Networks gel&#246;scht" title="studivz" width="600" height="143" class="size-full wp-image-438" /><p class="wp-caption-text">Ausgegruschelt:Ich habe zwei Accounts in Soical Networks gel&#246;scht</p></div></div>
<p>Ich habe heute meinen <a href="http://www.lastfm.de/" class="liexternal">lastfm</a>-Account gel&#246;scht. Und weil ich schon dabei war, habe ich meinen studiVZ-Account gel&#246;scht. Und das kam so:</p>
<p>Lastfm ist eine Mischung aus Onlineradio und Netzwerk f&#252;r Musikfreunde. Mit einer kleinen Software, die an mein iTunes gekoppelt ist, wird alles, was ich in iTunes abspiele an lastfm &#252;bermittelt. Dort wird mein &#8220;H&#246;rverhalten&#8221; analysiert und auf Basis einfacher Statistik werden mir Bands vorgeschlagen, die ich ich noch nicht kenne, die aber zu meinem Musikprofil passen k&#246;nnten.</p>
<p>Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut, je heterogener die H&#246;rgewohnheiten desto schwieriger ist es nat&#252;rlich. Dennoch, zusammen mit der Onlineradio-Funktion alles in allem eine prima Webseite. Trotzdem habe ich meinen Account gel&#246;scht. Seit mehreren Jahren schicke ich jedes Lied, welches ich spiele, an lastfm. Und dort bleibt es gespeichert, wird statistisch aufbereitet und ist f&#252;r jeden einsehbar. Zwar hatte ich die &#8220;Liveinfos&#8221;, also die unmittelbare Anzeige welcher Track gerade von iTunes abgespielt wird, von Anfang an abgeschaltet, Monats- Quartals und Jahresstatistiken hingegen lassen sich nicht abschalten.</p>
<p>Trotz eines sch&#246;nen Relaunchs im letzten Jahr, trotz des riesigen Verzeichnis: Ich habe lastfm nie wirklich genutzt. Und unter diesen Voraussetzungen brauche ich auch keinen Account, unter diesen Voraussetzungen muss ich auch meine Musikdaten nicht hinschicken. Also habe ich meinen Account gel&#246;scht. Funktioniert problemlos.</p>
<p>Dann dieses Studentenverzeichnis. In studiVZ hingegen d&#252;rfte ich erst gar nicht sein, die AGB verbieten mir die Teilnahme als Nicht-Student &#8211; nunja. Und es gibt sicherlich viele prinzipiellen Gr&#252;nde, erst gar keinen Account auf studiVZ anzulegen, doch so lange ich <a href="http://twitter.com/dominik_schwarz" class="liexternal">twittere</a> und auf <a href="http://www.facebook.com/dominik.schwarz" class="liexternal">facebook</a> bin, k&#246;nnen die kaum z&#228;hlen. Der Grund war viel simpler.</p>
<p>Auch studiVZ habe ich nie aktiv genutzt, doch selbst wenn ich es mit all seinen M&#246;glichkeiten nutzen wollte, w&#252;rde mich ein Profil dort repr&#228;sentieren? Repr&#228;sentation und Kontaktm&#246;glichkeiten, darum geht es schlie&#223;lich in den Social Networks. Aber genau dass schafft studiVZ f&#252;r mich nicht. </p>
<p>Wollte ich Bilder hochladen, h&#228;tte ich Gr&#246;&#223;enbeschr&#228;nkungen, h&#228;tte Speicherort, Anzahl und maximale Dateigr&#246;&#223;e vorgegeben. Wollte ich Texte schreiben, h&#228;tte ich daf&#252;r keinen Platz. Wollte ich pr&#228;sentieren, ver&#228;ndern und gestalten &#8211; es g&#228;be daf&#252;r keinen Platz.</p>
<p>Und die Kontaktfunktion: Ich &#228;rgere mich, wenn ich studiVZ-Nachrichten bekomme, die statt in meinem Posteingang auf einer Webseite liegen, das bringt mich aus dem Arbeitsfluss. Ich &#228;rgere mich, wenn ich mit &#8220;Freunde&#8221; verkn&#252;pft bin, deren Namen mir nichts sagen oder deren &#8220;Freundschaftsanfrage&#8221; die einzige Interaktion war, die je stattgefunden hat.</p>
<p>Dabei habe ich doch bereits eine Webseite, von der ich mich vollst&#228;ndig und umfassend repr&#228;sentiert f&#252;hle. Auf der es Kontaktm&#246;glichkeiten gibt, die ich bestimmen &#8211; frei verf&#252;gbar ohne Anmeldung f&#252;r alle. Ich habe &#8211; <em><strong>meine Webseite</strong></em>, diese hier! Und dann habe ich meinen studiVZ Account gel&#246;scht. Funktionierte auch problemlos.</p>
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		<title>Netzsperren: Mein Brief an den Horst K&#246;hler</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 20:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<description><![CDATA[brief-an-horst-koehler.pdf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/brief-an-horst-koehler.pdf" class="liimagelink"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/brief-horst-koehler.png" alt="Mein Brief an den Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler." title="Mein Brief an den Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler." width="600" height="400" class="aligncenter size-full wp-image-366" /></a></p>
<p><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/brief-an-horst-koehler.pdf" class="lipdf">brief-an-horst-koehler.pdf</a> </p>
<p><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" rel="license" class="liimagelink"><img alt="Creative Commons License" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/de/80x15.png" /></a></p>
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		<title>Lebensmittelpreise: Inflation in Kambodscha</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 16:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist bereits ein paar Tage her, dass ich diese Meldung gefunden habe, m&#246;chte sie aber dennoch nachreichen: Im bitter armen Kambodscha (Reisetagebuch) f&#252;hrt die Inflation der Lebensmittelpreise mittlerweile dazu, dass die Nachfrage nach Rattenfleisch enorm steigt: The price of rat meat has quadrupled in Cambodia this year as inflation has put other meat beyond [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist bereits ein paar Tage her, dass ich diese Meldung gefunden habe, m&#246;chte sie aber dennoch nachreichen: Im bitter armen <a href="http://www.dominik-schwarz.net/reisen/thailand-kambodscha2008/kambodscha_siem-reap.html" class="liinternal">Kambodscha (Reisetagebuch)</a> f&#252;hrt die Inflation der Lebensmittelpreise mittlerweile dazu, dass die Nachfrage nach Rattenfleisch enorm steigt:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.reuters.com/article/oddlyEnoughNews/idUSBKK27922820080828" class="liexternal">The price of rat meat has quadrupled in Cambodia this year as inflation has put other meat beyond the reach of poor people, officials said on Wednesday.</a></p></blockquote>
<p>Bei 5,10 Dollar f&#252;r das Kilogramm Rinderfleisch kein Wunder &#8211; in einem Land, in dem der Monatslohn bei 40,- Dollar liegt und der <a href="http://www.plan-deutschland.de/news/article/bildung-und-gesundheit-statt-gewalt-und-ausbeutung/" class="liexternal">Verkaufspreis f&#252;r ein Kind</a> bei 100,- Dollar beginnt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Culture Jamming beta</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 17:56:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r einen Moment dachte ich wirklich, ich sei in einen Bielefelder Flashmob geraten, war ich jedoch angesichts der Uhrzeit und des Publikums direkt wieder verwarf. Ein rotes Licht. Mehr braucht es nicht, um das System zum stottern zu bringen. Was war passiert? Am Morgen unterwegs in Richtung Jahnplatz passieren mehrere Rettungsfahrzeuge mit Blaulicht. Vermutlich im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r einen Moment dachte ich wirklich, ich sei in einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flashmob" class="liwikipedia">Bielefelder Flashmob</a> geraten, war ich jedoch angesichts der Uhrzeit und des Publikums direkt wieder verwarf. Ein rotes Licht. Mehr braucht es nicht, um das System zum stottern zu bringen.</p>
<p>Was war passiert? Am Morgen unterwegs in Richtung Jahnplatz passieren mehrere Rettungsfahrzeuge mit Blaulicht. Vermutlich im Zuge dessen sind zahlreiche Ampeln auf Rot geschaltet und auch ganz allgemein ist einfach nicht viel los. Bis ich zur n&#228;chsten Kreuzung komme. Drei Fu&#223;g&#228;nger&#252;berwege, 6 Ampeln, alle auf rot. Und an jeder Stra&#223;enecke eine Traube Passanten, 80, vielleicht sogar mehr. Und sie warten.</p>
<p>Eine Minute, als ich sie aus der Ferne sehe. Zwei Minuten als ich erkenne dass die Ampeln rot sind. Drei Minuten als ich die Kreuzung erreiche. Und dann stehe ich zwischen 80 Menschen die wie ein Schwarm V&#246;gel best&#228;ndig nach rechts und links blicken. Die Stimmung ist verwirrt, aber ruhig. Alle stehen. Alle gucken. 80 Menschen stehen vor einer autoleeren, v&#246;llig freien Stra&#223;e und gucken nach links und dann nach rechts. Und stehen da. Und gucken.</p>
<p>Und sie bringen mich aus dem Konzept. Die Stra&#223;en sind frei und der Weg &#252;bersichtlich. Doch nicht einer &#252;berquert die rote Ampel. Sie stehen und gucken und ich beginne zu gr&#252;beln, ob ich etwas &#252;bersehen habe. Und dann gehe ich bei rot &#252;ber die Stra&#223;e. Be&#228;ugt von 80 Menschen, 160 Bielefelder Aug&#228;pfeln. </p>
<p>Und was passiert? Nichts! 20 Meter weiter drehe ich mich um. Keiner hat die Stra&#223;e &#252;berquert, nicht ein einziger.</p>
<p>Ein rotes Licht. Mehr braucht es nicht, um das <a href="http://anmutunddemut.de/node/6726" class="liexternal">System zum stottern</a> zu bringen.</p>
]]></content:encoded>
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