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"But I... I... I think you're the fucking Antichrist."

Noch ein Weblog von Dominik...

Archive for the ‘Medien’ Category

Bilder auf Wiki Commons hochladen

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Am Jahresende ist die Zeit gekommen, sich dem Stapel der über das Jahr unerledigt gebliebenen Aufgaben zu widmen. Darunter auch: “Bilder auf Wiki Commons hochladen”. Schon seit eineinhalb Jahren möchte ich eine Auswahl meiner Westafrikabilder der Welt spenden, die nahezu grauenhafte Mediawikioberfläche hatte mich aber nach dem zweiten Bild aufgeben lassen.

Exkurs: Ich bin im übrigen davon überzeugt, dass wenn Mediawiki verständlicher wäre, der Vandalismusgrad bedeutend höher wäre. Die meisten potentiellen Vandalen können gar nichts kaputt machen.

Jedoch: Es gibt eine Möglichkeit, zumindest den Uploadvorgang selbst deutlich effizienter zu gestalten. The Commonist ist in Java geschrieben, trägt ein Hammer-und-Sichel-Icon, läuft auf Mac und PC und ermöglicht Bulkupload. Lizenz, Urheber, Kategorien und Beschreibung der Bilder lassen sich pro Foto oder praktischerweise für einen ganzen Ordner festlegen. Klasse!

Ganz erspart bleibt eine Mediawiki jedoch trotzdem nicht, für’s Finetuning wie beispielsweise mehrsprachige Bildbeschreibungstexte ist dann doch der Login auf commons.wikimedia.org notwendig.

Exkurs zwei: Ein gefährliches Werkzeug, dieser Bulkupload. Als der manuelle Upload für mich noch so umständlich war, habe ich schier endlos überlegt, welches nun das passendste, beste, für Wikipedia nützlichste Bild ist. Mit dem Commonisten habe ich mal eben nebenbei mehrere duzend Bilder hochgejagt. Ab wann wohl erstickt ein solches Projekt an Überangebot?

Jedenfalls: Wer an Westafrika- und Voodoobildern unter GNU interessiert ist, der möge sich nun an dieser Auswahl bedienen.

Geschrieben von Dominik Schwarz

20. Dezember 2009 um 11:03

Wir müssen das Internet erklären

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Zusammenfassung: Gesetze wie die “Internetsperren” werden von der Mehrheit der Abgeordneten aus dem Glauben heraus beschlossen, dass sie Gutes damit tun. Doch sie verstehen nicht, dass das Netz anders funktioniert, da es ihnen niemand beigebracht hat. Warum nicht ein “Internethandbuch” unter Creative Commons schreiben? “Das Internet, für alle verständlich erklärt” als neutrales Open Source Standardwerk für Schüler und Erwachsene zugleich. Wir, die Netzexerten aus allen Bereichen, sollten unsere Kreativität dazu nutzen, unser Wissen weiterzugeben. Denn nur wer wirklich weiß, worüber er abstimmt, kann auch die richtige Entscheidung treffen.

Quasi eine beschlossene Sache: Die Internetsperren sind da

Das Gesetz zur “Zugangserschwerung” ist verabschiedet. Die 134.00 Unterschriften der bis dato erfolgreichsten Onlinepetition konnten dies ebenso wenig verhindern wie die Warnungen zahlreicher Experten. Briefaktionen, Proteste, persönliche Gespräche – nichts fruchtete.

Eine ganz klare Mehrzahl der schwarz-roten Parlamentarier stimmte für die Errichtung einer Sperrinfrastruktur. Und selbst in der Grünen Opposition scheint – zum eigenen Entsetzen – nicht klar zu sein, worum es geht: 15 Abgeordnete enthielten sich bei der Abstimmung ihrer Stimme, mehr als in allen anderen Fraktionen zusammen.

Was vom Protest übrig bleibt

Der Schock sitzt tief bei allen, die gegen dieses Vorhaben gekämpft haben. Und dem überwältigenden Gefühl der Ohnmacht folgt die Wut. Wut über die Ignoranz, die falschen und gefährlichen Argumente, den offenbar aussichtslosen Kampf gegen Lobbys und Unwillige.

Wut, die sich vom ironisch-sarkastischen Aufruf zum bewaffneten Kampf um Grundgesetz Artikel 5 bis hin zum massenhaften Eintritt in die Piratenpartei ausdrückt. Letzteres ist mit Sicherheit zu bevorzugen.

Aber auch die Piratenpartei ist nur ein Aspekt und nicht die ganze Lösung. Eine entscheidungsfähige Mehrheit einer monothematischen Partei ist weder erstrebenswert noch absehbar. Selbst wenn die Piratenpartei in den Bundestag einzieht (was durchaus zu hoffen ist), mehr als Impulse sind nicht zu erwarten – und dass diese auch gut übergangen werden können, haben wir gesehen.

Was passiert also mit dem Gesetz zur “Zugangserschwerung”? Trotz aller Briefe: Es ist davon auszugehen, dass Horst Köhler unterzeichnen wird. Die anschließenden Verfassungsklagen, die mit Sicherheit kommen werden, sind ergebnisoffen mit Option zum Pyrrhussieg.

Denn parallel geht es munter weiter: Indizierung von österreichischen Computerspiele-Onlineshops, Alterskennzeichnung für Webseiten, Three-Strikes und natürlich die befürchteten Ausweitungen der Netzsperren. Jedes dieser Themen wird bereits diskutiert – Ende nicht absehbar.

Wie kommen wir da nur wieder raus?

Auf der Suche nach Lösungen

Jedes einzelne Gesetzesvorhaben muss sich der kritischen Betrachtung von allen Seiten stellen. Doch was nützt dies, wenn berechtigte Einwände ignoriert oder die Masse an Gesetzesvorhaben gegen unendlich läuft?

Für eine echte Lösung müssen also – übrigens genau wie beim wichtigen Kampf gegen Kinderpornographie – nicht nur die einzelnen Ausprägungen, sondern vor allem auch das Kernproblem selbst gelöst werden. Die Frage ist also: Warum gibt es überhaupt so viele Vorstöße in eine Richtung, die Netzaktivisten als gefährlich und die Politik als notwendig bezeichnet?

Jörg Tauss, ehemaliger SPD Politiker und aus Protest gegen das “Zugangserschwerungsgesetz” zur Piratenpartei übergetretener Abgeordneter versucht auf abgeordnetenwatch.de einen Erklärungsversuch, der sich auch mit meinen persönlichen Erfahrungen deckt:

Ein grosser Teil der Parlamentarier ist mit dem Internet nicht aufgewachsen. Sie empfinden es daher moeglicherweise sogar als Bedrohung. Sie nehmen es nicht als technisches Netz oder als Kommunikationsinfrastruktur wahr, verstehen nichts von Netzneutralitaet, sondern als etwas, wo man eben Boeses bekommen kann und wo vermeintlich das Boese auch herkommt und die Gesellschaft durchdringt.

Das Netz spiegelt nicht Probleme wider, sondern verursacht sie in deren Augen: (in beliebiger Reihenfolge und austauschbar Islamismus, Pornos, Hacker, Bombenbauanleitungen, Terroristen, Rechtsradikale und dann auch noch amoklaufende Jugendliche etc. etc.). Deshalb muss das auch bei uns bekaempft werden, zumal, siehe Olympia, es die Chinesen ja schliesslich sogar vormachen koennen (CSU- Uhl ernsthaft: Bei der Ueberwachung des Internet von China lernen).

Von fehlenden Basics

Die deutliche Mehrzahl der Abgeordneten glaubt, eine für Kinder und Jugendliche richtige Entscheidung gefällt zu haben. Sie wollen grundsätzlich Gutes bewirken und sind im festen Glauben, genau dies zu tun. Dass sich z.B. die Sperre einer Webseite in so vielen Aspekten fundamental von dem Verbot eines Fernsehsenders unterscheidet ist für sie dabei schlichtweg nicht zu begreifen.

Und denken wir einen Schritt zurück: Für die allermeisten Deutschen ist der Unterschied zwischen dem Sendeverbot für einen TV-Kanal und der Indizierung einer Webseite völlig unklar.

Und natürlich ist es so, denn wo könnte man solche Dinge ausserhalb der Tätigkeit in der IT-Branche (wenn überhaupt!) lernen? Wie viele Menschen sind interessiert und autodidaktisch genug veranlagt, sich selbstständig z.B. über Netzneutralität zu informieren?

Doch heute, 10 Jahre nach dem das Netz den endgültigen Siegeszug in die Privathaushalte angetreten hat, sind diese Fragen von immenser Bedeutung. Das Internet ist ein solch beherrschender Aspekt unseres Lebens geworden und kann auf so vielfältige und wundervolle Weise bereichernd sein. Senden und Empfangen. Die Möglichkeit des Publizierens für jeden, der Zugriff auf das Netz hat. Jeden einzelnen. Wir haben die Geburt einer Technologie erlebt, deren Folgen so global, umfassend und radikal sind, wie es zuletzt vielleicht nicht einmal die Erfindung des Buchdrucks war. Nur die Bedienungsanleitung fehlt.

Bildungslücke Medienkompetenz

Seit mehreren Jahren spreche ich davon, dass es von der Grundschule an ein Fach “Medien” geben muss. Der erwachsene Umgang mit Print, TV und Netz, Datenschutz und Datensicherheit sind in unserer Gesellschaft nicht minder wichtig als Fremdsprachen. Und derjenige, der weiß, wie Schlagzeilen in Boulevardzeitungen aufgebaut sind oder Phishing im Netz funktioniert, kann sich besser davor schützen.

Soweit der kurze Exkurs, Punkt ist jedoch: Wer soll das unterrichten? Aus welchen Lehrbüchern sich informieren?

Unwissenheit kann man der Politik gar nicht so sehr zum Vorwurf machen, wie man vielleicht gerne möchte. Unsere Volksvertreter verhalten sich wie Schüler, die überfordert und geradezu überwältigt vor einer Aufgabe sitzen und einfach gar nichts mehr verstehen: Sie verleugnen, ignorieren, verbittern.

Ich habe in den vergangenen Jahren festgestellt, dass, wenn ich über Medien spreche, beim Gegenüber zunächst oft die Tendenz da ist, auch ohne eigenes Wissen das Problem zunächst zu negieren. “Aber das ist doch nicht so schlimm”, heißt es.

Und dann, wenn ich mehr erkläre, wenn ich (aus meiner Sicht) bei “Adam und Eva” anfange, dann kommt die Einsicht. “Oh! Ach so ist das, das hab ich nicht gewusst.” Natürlich nicht, woher auch.

Nachhilfe für eine Nation

Und genau dort müssen wir ansetzen. Wir müssen bei “Adam und Eva” beginnen. Nicht die Frage des Für und Wider der Netzneutralität ist die wichtigste, es ist die Frage: “Was unterscheidet eine Webseite von einem Server und warum lässt sich beides nicht mit einem Fernsehsender vergleichen?” Wir müssen das Internet erklären, verständlich und für alle!

Wir müssen erklären, warum “Google.de” keine Quellenangabe ist. Wir müssen erklären, dass es so etwas wie “Phishing” gibt und wie man sich davor schützt. Wir müssen erklären, was eine Domain ist, was ein Server ist und wie Domaininhaber zu ermitteln sind. Wir müssen erklären, warum zwischen Domaininhaber und Impressum ein Unterschied besteht. Wir müssen erklären, dass es so etwas wie Proxys gibt und warum diese wichtig sind. Wir müssen erklären, was ein Browser ist. Wir müssen erklären, dass www. nicht der einzige Teil des Internets ist. Wir müssen erklären, was ein dezentrales Netzwerk ist. Wir müssen erklären, warum die Sperrung von Webseiten zur Bekämpfung von deren Inhalten eine eine so unglaublich gefährliche Idee ist. In einfachen, klaren, Worten.

Es sieht so aus, als sei es die Aufgabe hauptsächlich meiner Generation, das dringend benötigte Handbuch für die Technologie, die wir alle längst nutzen, nachzureichen.

Man stelle es sich vor, dieses kontinuierlich aktualisierte Standardwerk: “Das Internet – verständlich erklärt“. Ein neutrales Handbuch unter Creative Commons, frei konvertierbar für jedes beliebige Medium. Entwickelt, geschrieben, redigiert und diskutiert, illustriert und distributiert von all jenen kreativen Experten aller Couleur , die so sehr die Kraft des Netzes beschwören: Uns. Wir sollten ernsthaft darüber nachdenken.

Geschrieben von Dominik Schwarz

25. Juni 2009 um 15:55

Abgelegt in Medien, Online, Politik, Technologie

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Die Seitenstruktur von Google und Bing

2 Kommentare

Das Thema Bing und die damit verbundene Frage, warum es der milliardenschwere Microsoftkonzern nicht schafft, eine handwerklich saubere Webseiten- und Layoutstruktur für seine Suchmaschine zu entwickeln, lässt mich nicht los. Ja, ich ärgere mich richtiggehend, es ist so schade und unnötig.

Bei den Überlegungen bin ich auch auf folgende Frage gestoßen: Wie kann ich einem wenig design-affinen Menschen, am besten sogar einem absoluten Laien, verständlich aufschlüsseln, dass eine Webseite unstrukturiert ist? Im vorangegangenen Beitrag habe ich versucht, die Screenshots nebeneinander zu stellen. Doch der Effekt der kleinen Thumbnails kommt nicht so stark heraus, wie ich es mir erhofft hatte. Zwar sieht man, dass jede einzelne Seite unterschiedlich gelayoutet ist, die extremen Designsprünge aber, die bei dem klicken auftreten, lassen sich dadurch nicht vermitteln.

Gibt es vielleicht sogar eine Möglichkeit, eine Art Formel festzulegen? Eine Faustregel oder zumindest ein standardisiertes Vorgehen, an Hand dessen eine laien- und vorstandstaugliche Bewertung möglich ist?

Ich habe experimentiert. Das Ziel des Experiments war, zu visualisieren, ob ein Nutzer im Bereich “1 Klick von der Startseite entfernt” mit (verwirrenden) Design/Layoutveränderungen konfrontiert wird. Ich habe dafür die Startseiten von Google und Bing genommen und jeweils alle auf der Startseite direkt verfügbaren Links angeklickt. Bei Google waren das rund 30, bei Bing die Hälfte.

Von jeder einzelnen Seite habe ich einen Screenshot angelegt, diese Screenshots habe ich übereinander gelegt und die Sichtbarkeit für jede einzelne Ebene von 100% auf 10% reduziert, will heißen: die einzelnen übereinandergelegten Screenshots werden dadurch zu 90% durchsichtig. Mit folgendem Ergebnis (am besten im Vollbild betrachten):

Google

Bing

Was heißt das nun? Das Ergebnis ist auf den ersten Blick nicht so eindeutig, wie ich vermutet hätte. Man muss auch dazu sagen, dass die Reihenfolge der Ebenen zufällig gewählt ist, dies wirkt sich natürlich auch auf das Endergebnis aus und bietet Platz für entsprechende Manipulationen (wenn z.B. Screenshots mit hohem weiß-Anteil ganz oben platziert werden).

Lässt sich mit dieser Methode dennoch etwas über eine Webseite herausfinden? Ich denke, bei genauerer Betrachtung schon.

Geschrieben von Dominik Schwarz

15. Juni 2009 um 23:51

Abgelegt in Medien, Online, Technologie, Werbung und Marketing

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Titelseitenterror

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Titelseitenterror

Terror Rufzeichen. Das ist alles, was der Neuen Westfälischen für die Titelseite am vergangenen Wochenende zu den Anschlägen in Mumbai eingefallen ist. Terror Rufzeichen.

Wie ein einzelnes Wort und ein Satzzeichen so symptomatisch für den Gesamtzustand einer Regionalzeitung sein können. Terror Rufzeichen. Schnell jedes journalistische Prinzip, jeden Respekt gegenüber den Opfern, jeden eigenen Anspruch über Bord gekippt, in der Hoffnung, sich über die Annäherung zum Boulevardniveau über die sinkenden Auflagen retten zu können.

Nein, ich möchte keine Grundsatzdiskussion über das Netz und den Untergang der Printmedien weiterführen. Ich glaube nicht, das Print tot ist und ich glaube auch nicht, dass der Zeitpunkt kommt, an dem Print sterben wird. Nein, ich schreibe als Leser. Ich schreibe, weil ich mir für dumm verkauft vorkomme. Veräppelt, weil irgendwo jemand sitzt und tatsächlich glaubt, so die Regionalzeitung retten zu können. Weil zumindest die entscheidende Chefredaktion glaubt, ich merke nicht, dass aus Berichten schlechte Groschenromane werden und auf den Titelseiten plumpe, der Bildzeitung ebenbürtige Phrasen prangen. Terror Rufzeichen. Das ärgert mich. Das ärgert mich, gerade weil ich eine Regionalzeitung möchte! Weil ich Leser sein möchte.

Ich bin es nicht mehr.

Geschrieben von Dominik Schwarz

4. Dezember 2008 um 12:03

Abgelegt in Medien

Hard-boiled Wonderland

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Mit dem Alkohol wollte ich den Stress, der sich in den vergangenen drei Tagen angestaut hatte, abbauen – und dann schlafen, nichts als schlafen. Bevor die Probleme des nächsten Tages auf mich einstürzten – und das würden sie zweifelslos -, wollte ich so lange schlafen, wie die Erde brauchte, um sich wie Michael Jackson einmal um sich selbst zu drehen. Und dann die neuen Probleme mit frischer Verzweiflung angehen.

Ich lese endlich wieder Murakami. Nach langer Zeit und ein Buch, welches eigentlich schon mehrere Jahre alt ist, ich aus irgendwelchen Gründen aber nie angefangen hatte. Ich habe ihn vermisst.

Geschrieben von Dominik Schwarz

2. November 2008 um 19:31

Abgelegt in Medien

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IWB Relaunch: Ownz You System!

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Der Relaunch der IWB ruled gewaltig.

Screenshot google.de 22.09.08 - 17:00

LULZ! Noch ein kleiner Nachtrag zum Thema Relaunch der Internet World Business: Die Jungs von knochwerke haben ihre 1337en h@xx0r 5k!112 ausgepackt und direkt “Ownz You System!“…. in Google… reingehackt!

…und dabei irgendwie vergessen die URL der Entwicklungsumgebung nach dem Launch anständig weiterzuleiten. Jetzt wird fleissig Duplicated Content generiert und überhaupt, was soll man denn da noch sagen? Die im letzten Artikel beschriebene 404-Seite gibt es nicht mehr, die sinnlosen Fehlermeldungen wurden einfach durch – nichts ersetzt. Statt Nutzerführung gibts eine weiße Seite. Achje

Geschrieben von Dominik Schwarz

22. September 2008 um 17:42

Abgelegt in Medien, Online, Werbung und Marketing

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Relaunch: Internet World Business

1 Kommentar

Relaunch der Internet World Business

Relaunch der Internet World Business

“Oh, diese zeternden, nichtsnutzigen Blogger. Da steckt man so viel Arbeit in ein Projekt und dann ist es keine 15 Minuten online und schon wirds zerissen.” So oder so ähnlich mag so mancher denken. Darum halte ich mich was den Relaunch des Branchenkompetenzkompetenzmagazins “Internet World Business” angeht vornehm zurück. Nennen wir es eine würdige Umgebung für all die “News”.

Vielmehr gehts um Folgendes: Bisher waren sämtliche Artikel der “IWB” über URL nach folgendem Schema erreichbar:
http://www.internetworld.de/home/news-single/article/lycos-guter-draht-zur-internetwache.html

Mit dem Relaunch hat sich das geändert, der gleiche Artikel hat nun dir URL:
http://www.internetworld.de/Nachrichten/News/Lycos-Guter-Draht-zur-Internetwache

Wer nun einen alten Link anklicken möchte, landet auf einer Fehlerseite. Zugegeben, ein automatisches Umschreiben und Weiterleiten sämtlicher URL ist bei einer Webseite dieser Größe unter Umständen nicht ganz simpel, erst Recht, wenn die alte Version unsauber geplant und uneinheitlich strukturiert ist. Ob das bei der “IWB” der Fall war, ist mir nicht bekannt. Es kann also Gründe dafür geben, dass alte Artikel-URL nicht weitergeleitet werden.

Keinen Grund, aber wirklich keinen Grund kann es aber für folgende Fehlerseite geben, die beim Klick auf einen alten Link aufgerufen wird:

Modul nicht gefunden
Das angeforderte Modul home konnte nicht gefunden werden.
Mögliche Gründe dafür sind:
* Der Modulname ist falsch geschrieben, versuchen Sie ihn zu ändern.
* Das Modul existiert nicht auf dieser Seite.
* Diese Seite benutzt in der URL “siteaccess matching”, Sie haben aber keine übermittelt. Versuchen Sie einen “siteaccess name” vor dem Modul in der URL anzugeben.

Bitte WAS? Ich habe keinen “siteaccess name” in der URL angegeben? Ich habe das Modul falsch geschrieben? Aber… ich habe doch nur auf einen Link geklickt? Und was bedeutet denn kernel (20) im Seitentitel? Auf meinem PC kommt auch immer was mit Kernel, und zwar immer dann, wenn alles so richtig kaputt ist! AAAH!

Wenn eine Privatperson einen relaunch versemmelt – kein Problem. Wenn ein Unternehme sich vor einem Relaunch zu wenig darüber Gedanken macht, was nach dem Switch passiert – hmmm. Aber wenn eine Fachzeitschrift, die sich Berichte über Usabillity und Nutzererfahrungen auf die Fahne geschrieben hat und beinahe täglich über SEO berichtet, wenn diese Fachzeitschrift also eine 404-Fehlerseite hat, auf der steht, ich müsse als Anwender einen siteaccess name angeben, dann…

…dann halte ich mich einfach gleich nochmal vornehm zurück. Weiter gehts mit “News”.

Geschrieben von Dominik Schwarz

1. September 2008 um 19:25

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Olympische Spiele: Fernsehbilder manipuliert

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“Der Krieg ist vorbei.”
“Er ist nicht vorbei.”
“Er ist vorbei, ich hab’s im Fernsehen gesehen.

(Robert De Niro und Dustin Hoffman in Wag the dog)

Eine kleine Meldung am Rande, schon zwei Tage alt und auch nicht weiter in den Medien aufgegriffen: Die Fernsehbilder bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Beijing waren teilweise manipuliert. Ein Feuerwerkeffekt fand ausschließlich an den Fernsehgeräten statt, die Bilder der bunten Explosionen waren computergeneriert.

Nun mag eine gefakter Feuerwerkseffekt mäßig schockierend sein, tatsächlich aber hat sich hier meines Wissens eine neue Dimension der Manipulation aufgetan. Oder gibt es bereits einen Präzedenzfall, in dem öffentlich bekannt wurde, dass Livebilder von Großveranstaltungen digital verändert wurden?

Geschrieben von Dominik Schwarz

12. August 2008 um 19:25

Abgelegt in Film und Fernsehen, Medien, Politik

Der sogenannte “User Generated Content”

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funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht.

Wobei, “Content” vielleicht schon. Siehe den derzeitigen Platz 1 und die dazugehörenden usergenerierten Kommentare des Ehre und Karriere “Ehre und Karriere”-Wettbewerbs. Nochmal: Das ist der Platz 1 nach Uservoting.

Content, okay. Aber Qualität?

Geschrieben von Dominik Schwarz

14. März 2008 um 02:48

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Eine Dekade Internet IV

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oder: Der Tod der Suchmaschinen, der “SEO” und allem anderen.

(Weiter gehts mit dem Thema Umwälzungen. Die Vorgeschichte dazu findet sich hier, hierund hier.)

Erstens: Suchmaschinen sind eine aussterbende Spezies. Zweitens: Alles Gefasel von der “Relevanz”, ich kann es nicht mehr hören. Je mehr ich mich mit dem Prinzip des Hypertexts befasse, desto klarer wird wir, wie unübersehbar fehlerhaft das System als solches ist.

Tatsächlich sind die Suchergebnisse einer jeden Suchmaschinen alles andere als “relevant”.

a) Suchmaschinenergebnisse sind eine künstlich getroffenen Vorauswahl

Welche digitale Inhalte erfasst werden können, bestimmen technologische Voraussetzungen. Text auf Bildern, gesprochene Texte, Technologien wie Flash oder schlicht die Kapazitätsgrenze des Suchindex einer Suchmaschine filtern Inhalte vor und schließen weite Teile schlichtweg aus.

b) Suchmaschinenergebnisse sind Manipulation

“SEO”, die so genannte Suchmaschinenoptimierung, ist – jede philosophische/ethische Diskussion darüber ausklammernd – in vielen Fällen ein euphemistisches Schlagwort für die Manipulation der Ursprungsinformation. Fast alle Maßnahmen, die über eine semantisch korrekte Codedarstellung hinausgehen, verändern die Mutterinformation. Mal mehr, mal weniger:

Überschriften, Seitentitel werden Wortenau angepasst, “Keyworddichten” gemessen und verändert und der “Backlinkhandel” blühte, bis Google einen Riegel vorschob.

Das soeben verlorene Korsett der Zeilenlänge und Druckerschwärze, welchem der Text vor so kurzem erst entrann; in Zeiten der Suchmaschinenoptimierung, wie sie heute betrieben wird, bekommt er es wieder angelegt. Wer ob der harten Worte Zweifel an dieser Aussage hegt, der möge einmal versuchen, wahrhaftig informative und aussagekräftige Inhalte ohne unmittelbare (!) kommerzielle Hintergründe zu den Themen “Private Krankenkasse”" oder Kredite zu finden. Wikipedia zählt nicht.

c) Suchmaschnenergebnisse sind digitale Ergebnisse

Ohne Zweifel, digital ist die Zukunft. Beinahe jede (!) schriftliche- oder bildliche Information, die sekündlich in den Industriestaaten im Jahr 2008 erstellt wird, ist digital. Aber Informationen, die zehn Jahre alt sind? Zwanzig? fünfzig? Mündliches Wissen? Und vor allem: afrikanisches Wissen? Chinesisches? Der bereits vorliegende Datenbestand mag unvorstellbar gigantisch sein, ist aber verschwindet gering gegen das Wissen der Welt, was analog vorliegt.

Und damit sind wir beim ersten Kernproblem: Das Wissen der Welt liegt in Größenordnungen, die für einen Menschen nicht fassbar sind. Lediglich in einem erschreckend geringen Zahlenraum “begreifen” wir Zahlen tatsächlich. 10 Millionen oder 100 Millionen jedoch, wer vermag schon zu sagen wie viel das tatsächlich ist. Viel. Haben uns die Medien gesagt.

Ergo: Technologische Probleme werden immer gelöst, früher oder später. Bücher werden bereits jetzt in großem Stil digitalisiert und Texterkennungsmechanismen sind auf dem besten Weg, ausgereift zu sein. Und das Internet erreicht früher oder später jeden Kontinent, schon jetzt sind mehr Chinesen online als Amerikaner und bis sie frei schreiben dürfen ist eine Frage der Zeit. Wir können also davon ausgehen, dass die Punkte a) und c) gelöst werden.

Bleibt das Problem Mensch: Je größer der Wissensbestand in den Suchmaschinen, desto gezielter und genauer müssen die Suchergebnisse werden. “Seite 1 von 3 Milliarden” – nicht nur vorstellbar sondern eine reine Frage der Zeit unter den Voraussetzungen des Status Quo. Und wo immer eine große Anzahl an Bewerbern zusammenkommt, desto härter wird der Wettbewerb. Hochkonjunktur für Suchmaschinenoptimierer.

Und so sind wir wieder bei den Verifikationsmaschinen, das Zentrum jeder Überlegung, egal aus welcher Richtung sie kommt. Die Verifikationsmaschine, die auf rein technologischer Basis Inhalte prüft, und auf das Stichwort prüft, was derzeit verstümmelt und entstellt als “Relevanz” daherkommt: Qualität.

Geschrieben von Dominik Schwarz

4. März 2008 um 00:11

Abgelegt in Medien, Online, Werbung und Marketing