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	<title>Memo - Dominik Schwarz &#187; Online</title>
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	<description>Gedanken und Notizen</description>
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		<title>Bilder auf Wiki Commons hochladen</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 10:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Jahresende ist die Zeit gekommen, sich dem Stapel der &#252;ber das Jahr unerledigt gebliebenen Aufgaben zu widmen. Darunter auch: &#8220;Bilder auf Wiki Commons hochladen&#8221;. Schon seit eineinhalb Jahren m&#246;chte ich eine Auswahl meiner Westafrikabilder der Welt spenden, die nahezu grauenhafte Mediawikioberfl&#228;che hatte mich aber nach dem zweiten Bild aufgeben lassen. Exkurs: Ich bin im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/12/nigerfluss.jpg" class="liimagelink"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/12/nigerfluss.jpg" alt="" title="&#196;hnlich m&#252;hselig: Bilderupload zu Wiki Commons" width="600" height="469" class="alignnone size-full wp-image-529" /></a></p>
<p>Am Jahresende ist die Zeit gekommen, sich dem Stapel der &#252;ber das Jahr unerledigt gebliebenen Aufgaben zu widmen. Darunter auch: &#8220;Bilder auf Wiki Commons hochladen&#8221;. Schon seit eineinhalb Jahren m&#246;chte ich eine Auswahl meiner Westafrikabilder der Welt spenden, die nahezu grauenhafte Mediawikioberfl&#228;che hatte mich aber nach dem zweiten Bild aufgeben lassen. </p>
<p><em>Exkurs: Ich bin im &#252;brigen davon &#252;berzeugt, dass wenn Mediawiki verst&#228;ndlicher w&#228;re, der Vandalismusgrad bedeutend h&#246;her w&#228;re. Die meisten potentiellen Vandalen </em><em>k&#246;nnen</em> gar nichts kaputt machen.</p>
<p>Jedoch: Es gibt eine M&#246;glichkeit, zumindest den Uploadvorgang selbst deutlich effizienter zu gestalten. <a href="http://djini.de/software/commonist/" class="liexternal">The Commonist</a> ist in Java geschrieben, tr&#228;gt ein Hammer-und-Sichel-Icon, l&#228;uft auf Mac und PC und erm&#246;glicht Bulkupload. Lizenz, Urheber, Kategorien und Beschreibung der Bilder lassen sich pro Foto oder praktischerweise f&#252;r einen ganzen Ordner festlegen. Klasse!</p>
<p>Ganz erspart bleibt eine Mediawiki jedoch trotzdem nicht, f&#252;r&#8217;s Finetuning wie beispielsweise mehrsprachige Bildbeschreibungstexte ist dann doch der Login auf <a href="http://commons.wikimedia.org/" class="liexternal">commons.wikimedia.org</a> notwendig.</p>
<p><em>Exkurs zwei: Ein gef&#228;hrliches Werkzeug, dieser Bulkupload. Als der manuelle Upload f&#252;r mich noch so umst&#228;ndlich war, habe ich schier endlos &#252;berlegt, welches nun das passendste, beste, f&#252;r Wikipedia n&#252;tzlichste Bild ist. Mit dem Commonisten habe ich mal eben nebenbei mehrere duzend Bilder hochgejagt. Ab wann wohl erstickt ein solches Projekt an &#220;berangebot? </em></p>
<p>Jedenfalls: Wer an Westafrika- und Voodoobildern unter GNU interessiert ist, der m&#246;ge sich nun an <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Dominik_Schwarz/gallery" class="liexternal">dieser Auswahl bedienen</a>.</p>
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		<title>&#220;ber die Bahn, Vorurteile und Bonuspunkte</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 23:07:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung und Marketing]]></category>
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		<category><![CDATA[Bahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Monaten &#228;rgere ich mich bei jedem Onlineticketkauf auf bahn.de &#252;ber ein fehlerhaft eingebundenes Bild. Auf einer der letzten Seiten im Bestellprozess steht der Text &#8220;Sicher abgewickelte Buchungen dank zuverl&#228;ssiger Verschl&#252;sselungstechnologie&#8221;, direkt &#252;ber diesem Text erscheint das Browsericon f&#252;r &#8220;Fehler&#8221;. Das ist, nun, nennen wir es suboptimal. Diesen Sachverhalt habe ich hier gebloggt. Ausserdem habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;"><div id="attachment_455" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/bahn-bonuspunkte.jpg" alt="Ganz in der erwarteten Corporate Identity: bahn.bonus zum Geburtstag" title="Ganz in der erwarteten Corporate Identity: bahn.bonus zum Geburtstag" width="600" height="400" class="size-full wp-image-455" /><p class="wp-caption-text">Ganz in der erwarteten Corporate Identity: bahn.bonus zum Geburtstag</p></div></div>
<p>Seit Monaten &#228;rgere ich mich bei jedem Onlineticketkauf auf bahn.de &#252;ber ein fehlerhaft eingebundenes Bild. Auf einer der letzten Seiten im Bestellprozess steht der Text &#8220;Sicher abgewickelte Buchungen dank zuverl&#228;ssiger Verschl&#252;sselungstechnologie&#8221;, direkt &#252;ber diesem Text erscheint das Browsericon f&#252;r &#8220;Fehler&#8221;. Das ist, nun, nennen wir es suboptimal.</p>
<p><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/hey-bahn-de-webteam/" class="liinternal">Diesen Sachverhalt habe ich hier gebloggt</a>. Ausserdem habe ich den Fehler per E-Mail &#252;ber die bahn.de-Webseite an den Support gesendet, im felsenfesten Glauben, nie wieder etwas davon zu h&#246;ren.</p>
<p>Ein Fehler, denn direkt am darauf folgenden Tag war eine E-Mail vom &#8220;Service Team&#8221; da. Ein Standardtext, in dem ich unter anderem gebeten wurde, es doch einfach noch mal zu versuchen und dann doch bitte die exakte Adresse des Fehlers mitzuteilen. Da ich aber wenig Ambitionen hatte, nur aus Gr&#252;nden der Fehlerbehebung ein Onlineticket zu kaufen und durch die Standardantwort offensichtlich war, dass meine Fehlerbeschreibung erst gar nicht richtig gelesen wurde, schrieb ich umgehend zur&#252;ck.</p>
<p>Zugegeben, ich war bereits etwas genervt als ich diese E-Mail mit den Worten &#8220;Liebes bahn.de-Textbausteinteam&#8221; begann, als Bahnfahrer hatte ich jedoch so viele Erfahrungen mit diesem Konzern gemacht, dass meine Erwartungshaltung gering und das Vorurteil gro&#223; ist. W&#228;hrend ich also meine E-Mail schreibe, soll folgende Geschichte erz&#228;hlt werden:</p>
<p>Es war im Februar, exakt eine Woche vor meinem Geburtstag, als ich eine Postkarte mit der Aufschrift &#8220;HEUTE HABEN SIE GEBURTSTAG!&#8221;  erhielt. Ich sagte am Briefkasten stehend &#8220;Nein&#8230;?&#8221; und &#246;ffnete die ausklappbare Karte, sie war von der Bahn. Unter der &#220;berschrift &#8220;W&#252;nschen Sie sich was!&#8221; wurde mir mitgeteilt, dass ich soeben 50 bahn.bonus Geburtstagspunkte geschenkt bekommen habe und ausserdem 250 bahn.bonus Extrapunkte bekommen k&#246;nne, wenn ich dem Erhalt von Werbung per E-Mail zustimmen w&#252;rde.</p>
<p>Jetzt konnte ich mich zwar nicht erinnern, dass ich mir &#8220;Aktuelle Produktinformationen per E-Mail&#8221; zum Geburtstag gew&#252;nscht h&#228;tte, aber 50 Punkte nehm&#8217; ich nat&#252;rlich gerne. Also habe ich schnell den Pr&#228;mienkatalog rausgesucht, was man f&#252;r 50 Punkte wohl so bekommt. </p>
<p>Der <a href="http://www.bahn.de/p/view/bahncard/bahnbonus/bahnbonus_praemien_uebersicht.shtml" class="liexternal">Pr&#228;mienkatalog von bahn.bonus</a> geht bei 500 Punkten los. F&#252;r 500 Punkte bekomme ich einen 6 Monate g&#252;ltigen, personalisierten und nicht &#252;bertragbaren 5,- Euro Genussgutschein, der bei Einl&#246;sung vom Servicemitarbeiter einbehalten wird. F&#252;r 50 Punkte bekomme ich nichts. F&#252;r 500 im Grunde auch nichts, h&#246;chstens einen Kaffee. Der Kostet 2,90 und in der Speisekarte ist ein Sternchen dahinter. Beim Sternchen steht: &#8220;Diese Kaffeespezialit&#228;t bieten wir ihnen in ausgew&#228;hlten Z&#252;gen an&#8221;.</p>
<p>Zur&#252;ck zum Onlineticket. Die Erwartungshaltung gegen&#252;ber der Bahn ist also sehr gering. Ich schreibe also meine E-Mail, die mit den Worten &#8220;Liebes bahn.de-Textbausteinteam&#8221; beginnt, rechne nicht damit, jemals eine Antwort zu bekommen und t&#228;usche mich stark. Bereits am n&#228;chsten Morgen, einem Samstag, erhalte ich eine freundliche R&#252;ckmeldung.</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Schwarz,</p>
<p>vielen Dank f&#252;r Ihre E-Mail. Leider k&#246;nnen wir den Fehler nicht nachvollziehen. Wir haben verschiedene Probebuchungen auf mehreren Compurten get&#228;tigt, daber keine fehlerhafte Verkn&#252;fung zu einem Bild gefunden.</p>
<p>Nach Ihrer Beschreibung taucht der Fehler zwischen &#8220;Buchung durchf&#252;hren&#8221; und der Anzeige der Auftragsnummer / des OnlineTickets auf.<br />
Das Bild auf dem Screenshot sollte demnach die Seite sein, die Sie nicht sehen. Bitte best&#228;tigen Sie uns das kurz, damit wir in der Fehlersuche weitere Pr&#252;fungen anstellen k&#246;nnen.</p>
<p>Es w&#252;rde uns freuen, Sie auch weiterhin auf unseren Seiten und in unseren Z&#252;gen begr&#252;&#223;en zu d&#252;rfen.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en<br />
Ihr Service-Team von www.bahn.de</p></blockquote>
<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;">
<div id="attachment_458" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/bahn-bug.jpg" alt="Selbst eine eingehende Pr&#252;fung durch Experten kam zum Schluss: Keine Fehler." title="Selbst eine eingehende Pr&#252;fung durch Experten kam zum Schluss: alles prima." width="600" height="400" class="size-full wp-image-458" /><p class="wp-caption-text">Selbst eine eingehende Pr&#252;fung durch Experten kam zum Schluss: Keine Fehler.</p></div></div>
<p>Damit habe ich nicht gerechnet. Ich freue mich, dass mein Anliegen ernst genommen wird, schlie&#223;lich will ich ja auch nur helfen, einen peinlichen Fehler zu beheben. Und weil ich schon dabei bin, mache ich auch gleich noch darauf aufmerksam, dass sogar der Browser im Screenshot des Bahn.de-Serviceteams Fehler anzeigt. Ich nehme mir vor, in den n&#228;chsten Tagen einen Blogbeitrag zu schreiben, der mit den Worten &#8220;Ich muss eine Lanze f&#252;r das Bahn.de Serviceteam brechen&#8221; beginnen soll.</p>
<p>Das Bahn.de Serviceteam kommt mir zuvor. Am Mittwoch erhalte ich eine Antwort und mein Supportticket wird geschlossen.</p>
<blockquote><p>vielen Dank f&#252;r Ihre R&#252;ckantwort.</p>
<p>Das fehlende dieses Bildes wird durch ein fehlendes PlugIn auf Ihrem Rechner oder durch eine geblockte Netzwerkverbindung in Ihrem Netzwerk verursacht. Bitte &#252;berpr&#252;fen Sie Ihre Einstellungen am Computer.</p>
<p>Wir bedauern, Ihnen keine positivere Nachricht geben zu k&#246;nnen.</p></blockquote>
<p>Der Fehler wird auch 2010 noch vorhanden sein. 50 bahn.bonus-Punkte drauf!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Horst K&#246;hlers Antwort auf meinen Brief</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 20:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 19. Juni habe ich an unseren Bundespr&#228;sidenten Horst K&#246;hler geschrieben. Inhalt meines Briefs waren meine massiven Bedenken hinsichtlich des &#8220;Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen&#8221;. Heute habe ich die Antwort aus Bundespr&#228;sidialamt erhalten. Da es sich um keinen pers&#246;nlichen Brief handelt, erlaube ich mir, das Antwortschreiben im Volltext hier zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;"><div id="attachment_449" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/brief-horst-koehler.jpg" alt="Die Antwort auf meinen Brief an Horst K&#246;hler." title="Die Antwort auf meinen Brief an Horst K&#246;hler." width="600" height="300" class="size-full wp-image-449" /><p class="wp-caption-text">Die Antwort auf meinen Brief an Horst K&#246;hler.</p></div></div>
<p>Am 19. Juni habe ich <a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/netzsperren-brief-an-horst-koehler/" class="liinternal">an unseren Bundespr&#228;sidenten Horst K&#246;hler geschrieben</a>. Inhalt meines Briefs waren meine massiven Bedenken hinsichtlich des &#8220;Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen&#8221;. </p>
<p>Heute habe ich die Antwort aus Bundespr&#228;sidialamt erhalten. Da es sich um keinen pers&#246;nlichen Brief handelt, erlaube ich mir, das Antwortschreiben im Volltext hier zu zitieren:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Schwarz,</p>
<p>Bundespr&#228;sident K&#246;hler hat mich gebeten, f&#252;r Ihren Brief vom 19. Juni 2009 zu danken, mit dem Sie Bedenken gegen das Gesetz zur Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen erheben.</p>
<p>Der Bundespr&#228;sident hat keine M&#246;glichkeit, auf die inhaltliche Gestaltung eines Gesetzes w&#228;hrend des Gesetzgebungsverfahrens Einfluss zu nehmen. Er bittet Sie daher um Verst&#228;ndnis, dass er sich zu dem Inhalt des von parlamentarischen Gremien zu beratenden Gesetzes nicht &#228;u&#223;ern m&#246;chte. Er wird die Frage der Verfassungsm&#228;&#223;igkeit des Gesetzes pr&#252;fen, sobald ihm nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens ein entsprechendes Gesetz zur Ausfertigung vorgelegt wird. Ihre Ausf&#252;hrungen wird er ber&#252;cksichtigen, soweit sie verfassungsrechtlich von Belang sind.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en<br />
Im Auftrag</p></blockquote>
<p>Was ist also von dieser Antwort zu halten? Nun, zun&#228;chst muss klar sein, was die Erwartungen an einen solchen Brief sind. Dass ein (pers&#246;nlicher) Dialog als Reaktion fast v&#246;llig auszuschlie&#223;en ist, muss jedem, der an den Bundespr&#228;sidenten (oder einen Amtsinhaber &#228;hnlicher Gr&#246;&#223;enordnung) schreibt, klar sein. Und das war auch niemals Intention, selbst wenn ich mich sehr gerne mit Herrn Bundespr&#228;sident K&#246;hler &#252;ber dieses Thema unterhalten w&#252;rde.</p>
<p>Mir waren zwei Aspekte wichtig:</p>
<ol>
<li>Besser, der Bundespr&#228;sident erh&#228;lt 100 Briefe zu diesem Thema, als dass er 99 erh&#228;lt. Besser 1.000 als 999. Besser ich habe mein Anliegen vorgetragen, als dass ich geschwiegen habe. Ich erwarte, in irgend einer Art und Weise registriert zu werden, selbst wenn es nur die Zahl &#8220;X B&#252;rgerbriefe zum Thema Netzsperren&#8221; in seiner t&#228;glichen Zusammenfassung ist.</li>
<li>Noch viel wichtiger sind mir die vielen Gespr&#228;che mit meinem Freunden und Bekannten zu diesem Thema. Ich m&#246;chte zeigen, dass mir dieses Thema wichtig ist und ich m&#246;chte zeigen, dass diese Thematik f&#252;r uns alle wichtig ist. Dass die Zusammenh&#228;nge viel komplexer sind, als manche Kurznachrichten es darstellen und man als Laie denken k&#246;nnten. Dass es solche Dinge wie Netzneutralit&#228;t &#252;berhaupt gibt &#8211; und was dies f&#252;r uns alle bedeutet. Oder anders ausgedr&#252;ckt: <a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/das-internet-erklaeren/" class="liinternal">Wir m&#252;ssen das Internet erkl&#228;ren</a> und mit meinem Brief habe ich die Aufmerksamkeit meiner Klasse.</li>
</ol>
<p>Das waren meine Erwartungen und soweit ich es beurteilen kann, habe ich beide erreicht. Was ist nun aber von der Antwort zu halten?</p>
<p>Eigentlich st&#246;rt mich nur eine Sache, diese daf&#252;r um so mehr: der erste Satz. Ich bin nicht gegen das &#8220;Gesetz zur Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8221;. Dieser Titel ist schwer irref&#252;hrend, denn dieses Gesetz gibt es nicht und all zu leicht entsteht bei Dritten der Eindruckt, es best&#252;nde Kritik am Vorgang der &#8220;Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie&#8221;.</p>
<p>Dies ist grundlegend falsch! Bef&#252;rworter und Gegner des Gesetzes werden &#8211; v&#246;llig zu Recht &#8211; nicht m&#252;de zu betonen, dass Kinderpornographie ein schreckliches Verbrechen ist, welches es mit rechtsstaatlichen Mitteln konsequent verfolgt werden muss. </p>
<p>Die Kritik am vorliegenden Gesetzesentwurf bezieht sich schlie&#223;lich gerade darauf, dass mit dem &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zugangserschwerungsgesetz" class="liwikipedia">Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen</a>&#8221; &#8211; so &#252;brigens der korrekte Name &#8211; eben keine Kinderpornographie bek&#228;mpft wird, sondern lediglich ein l&#246;cheriger Vorhang davorgehalten wird, der noch ganz andere Gefahren birgt.</p>
<p>Sehr schade also, dass obwohl ich in meinem Schreiben die korrekte Gesetzesbezeichnung verwendet habe, der Antwortschreiber den falschen Namen verwendet. Ich m&#246;chte glauben, es war ein unbeabsichtigtes Versehen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tsch&#252;ss, studiVZ. Tsch&#252;ss, lastfm.</title>
		<link>http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/ausgegruschelt/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 14:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<category><![CDATA[lastfm]]></category>
		<category><![CDATA[studiVZ]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe heute meinen lastfm-Account gel&#246;scht. Und weil ich schon dabei war, habe ich meinen studiVZ-Account gel&#246;scht. Und das kam so: Lastfm ist eine Mischung aus Onlineradio und Netzwerk f&#252;r Musikfreunde. Mit einer kleinen Software, die an mein iTunes gekoppelt ist, wird alles, was ich in iTunes abspiele an lastfm &#252;bermittelt. Dort wird mein &#8220;H&#246;rverhalten&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;"><div id="attachment_438" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/studivz.png" alt="Ausgegruschelt:Ich habe zwei Accounts in Soical Networks gel&#246;scht" title="studivz" width="600" height="143" class="size-full wp-image-438" /><p class="wp-caption-text">Ausgegruschelt:Ich habe zwei Accounts in Soical Networks gel&#246;scht</p></div></div>
<p>Ich habe heute meinen <a href="http://www.lastfm.de/" class="liexternal">lastfm</a>-Account gel&#246;scht. Und weil ich schon dabei war, habe ich meinen studiVZ-Account gel&#246;scht. Und das kam so:</p>
<p>Lastfm ist eine Mischung aus Onlineradio und Netzwerk f&#252;r Musikfreunde. Mit einer kleinen Software, die an mein iTunes gekoppelt ist, wird alles, was ich in iTunes abspiele an lastfm &#252;bermittelt. Dort wird mein &#8220;H&#246;rverhalten&#8221; analysiert und auf Basis einfacher Statistik werden mir Bands vorgeschlagen, die ich ich noch nicht kenne, die aber zu meinem Musikprofil passen k&#246;nnten.</p>
<p>Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut, je heterogener die H&#246;rgewohnheiten desto schwieriger ist es nat&#252;rlich. Dennoch, zusammen mit der Onlineradio-Funktion alles in allem eine prima Webseite. Trotzdem habe ich meinen Account gel&#246;scht. Seit mehreren Jahren schicke ich jedes Lied, welches ich spiele, an lastfm. Und dort bleibt es gespeichert, wird statistisch aufbereitet und ist f&#252;r jeden einsehbar. Zwar hatte ich die &#8220;Liveinfos&#8221;, also die unmittelbare Anzeige welcher Track gerade von iTunes abgespielt wird, von Anfang an abgeschaltet, Monats- Quartals und Jahresstatistiken hingegen lassen sich nicht abschalten.</p>
<p>Trotz eines sch&#246;nen Relaunchs im letzten Jahr, trotz des riesigen Verzeichnis: Ich habe lastfm nie wirklich genutzt. Und unter diesen Voraussetzungen brauche ich auch keinen Account, unter diesen Voraussetzungen muss ich auch meine Musikdaten nicht hinschicken. Also habe ich meinen Account gel&#246;scht. Funktioniert problemlos.</p>
<p>Dann dieses Studentenverzeichnis. In studiVZ hingegen d&#252;rfte ich erst gar nicht sein, die AGB verbieten mir die Teilnahme als Nicht-Student &#8211; nunja. Und es gibt sicherlich viele prinzipiellen Gr&#252;nde, erst gar keinen Account auf studiVZ anzulegen, doch so lange ich <a href="http://twitter.com/dominik_schwarz" class="liexternal">twittere</a> und auf <a href="http://www.facebook.com/dominik.schwarz" class="liexternal">facebook</a> bin, k&#246;nnen die kaum z&#228;hlen. Der Grund war viel simpler.</p>
<p>Auch studiVZ habe ich nie aktiv genutzt, doch selbst wenn ich es mit all seinen M&#246;glichkeiten nutzen wollte, w&#252;rde mich ein Profil dort repr&#228;sentieren? Repr&#228;sentation und Kontaktm&#246;glichkeiten, darum geht es schlie&#223;lich in den Social Networks. Aber genau dass schafft studiVZ f&#252;r mich nicht. </p>
<p>Wollte ich Bilder hochladen, h&#228;tte ich Gr&#246;&#223;enbeschr&#228;nkungen, h&#228;tte Speicherort, Anzahl und maximale Dateigr&#246;&#223;e vorgegeben. Wollte ich Texte schreiben, h&#228;tte ich daf&#252;r keinen Platz. Wollte ich pr&#228;sentieren, ver&#228;ndern und gestalten &#8211; es g&#228;be daf&#252;r keinen Platz.</p>
<p>Und die Kontaktfunktion: Ich &#228;rgere mich, wenn ich studiVZ-Nachrichten bekomme, die statt in meinem Posteingang auf einer Webseite liegen, das bringt mich aus dem Arbeitsfluss. Ich &#228;rgere mich, wenn ich mit &#8220;Freunde&#8221; verkn&#252;pft bin, deren Namen mir nichts sagen oder deren &#8220;Freundschaftsanfrage&#8221; die einzige Interaktion war, die je stattgefunden hat.</p>
<p>Dabei habe ich doch bereits eine Webseite, von der ich mich vollst&#228;ndig und umfassend repr&#228;sentiert f&#252;hle. Auf der es Kontaktm&#246;glichkeiten gibt, die ich bestimmen &#8211; frei verf&#252;gbar ohne Anmeldung f&#252;r alle. Ich habe &#8211; <em><strong>meine Webseite</strong></em>, diese hier! Und dann habe ich meinen studiVZ Account gel&#246;scht. Funktionierte auch problemlos.</p>
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		<title>Hey, bahn.de-Webteam!</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 20:36:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Hey, bahn.de-Webteam, ich bestelle ziemlich h&#228;ufig Onlinetickets bei euch. Das ist eigentlich auch ziemlich praktisch und funktioniert sogar total prima leider auch meistens die einzige M&#246;glichkeit, da euer Unternehmen an kleineren Bahnh&#246;fen auch ganz gerne mal auf funktionierende Automaten verzichtet. (Apropos Automaten: Mal ehrlich, Menschen einzustellen, deren Aufgabe es ist, Automaten zu erkl&#228;ren, das ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;"><div id="attachment_431" class="wp-caption aligncenter" style="width: 660px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/bahn-onlineticket.png" alt="Screenshot: Kaputte Grafik bei Kauf eines Bahn Onlinetickets" title="bahn-onlineticket" width="650" height="433" class="size-full wp-image-431" /><p class="wp-caption-text">Screenshot: Kaputte Grafik bei Kauf eines Bahn Onlinetickets</p></div></div>
<p>Hey, bahn.de-Webteam,</p>
<p>ich bestelle ziemlich h&#228;ufig Onlinetickets bei euch. Das ist eigentlich auch ziemlich praktisch und <del datetime="2009-07-09T20:16:56+00:00">funktioniert sogar total prima</del> leider auch meistens die einzige M&#246;glichkeit, da euer Unternehmen an kleineren Bahnh&#246;fen auch ganz gerne mal auf funktionierende Automaten verzichtet. (Apropos Automaten: Mal ehrlich, Menschen einzustellen, deren Aufgabe es ist, Automaten zu erkl&#228;ren, das ist schon irgendwie&#8230; also&#8230; ihr seht wenigstens die Ironie, ja?)</p>
<p>Jedenfalls, diese Onlinetickets. Ihr schreibt immer, wie unglaublich bequem und sicher das ist und dass ich ein prima Gef&#252;hl dabei haben soll, wenn ich so bequem und sicher mein Ticket kaufe. K&#246;nntet ihr dann bitte bitte bitte mal den &#8220;broken link&#8221; auf der Bestellseite fixen, damit nicht ein weiteres Jahr (so lange ist das schon defekt) mich JE-DES MAL wenn ich ein Ticket bestelle dar&#252;ber &#228;rgern muss? Ginge das? </p>
<p>Herzlichst,<br />
dein Kunde</p>
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		<title>Gesch&#228;ftsmodelle im Internet</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 12:39:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung und Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus verschiedenen Gr&#252;nden habe ich mich in den letzten Wochen mehrfach mit dem Thema &#8220;Gesch&#228;ftsmodelle im Internet&#8221; besch&#228;ftigt. Was zun&#228;chst sehr banal klingen mag, ist bei n&#228;herer Betrachtung jedoch gar nicht immer so eindeutig. Die Vielzahl an (kommerziellen) Webseiten t&#228;uscht all zu schnell dar&#252;ber hinweg, dass es lediglich eine Hand voll Methoden gibt, &#252;ber das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus verschiedenen Gr&#252;nden habe ich mich in den letzten Wochen mehrfach mit dem Thema &#8220;Gesch&#228;ftsmodelle im Internet&#8221; besch&#228;ftigt. Was zun&#228;chst sehr banal klingen mag, ist bei n&#228;herer Betrachtung jedoch gar nicht immer so eindeutig. Die Vielzahl an (kommerziellen) Webseiten t&#228;uscht all zu schnell dar&#252;ber hinweg, dass es lediglich eine Hand voll Methoden gibt, &#252;ber das Internet einen <strong>unmittelbaren Umsatz</strong> zu erzielen.</p>
<div style="font-size:10px; color:#999999;">
<div id="attachment_399" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/unmittelbarer-umsatz.png" alt="Unmittelbarer Umsatz im Internet: Zwischen einer Aktion eines Nutzers (links) und einem realen Geldfluss (rechts) steht immer sowohl eine direkte logische als auch zeitlich begrenzte Verkn&#252;pfung." title="Unmittelbarer Umsatz bei Gesch&#228;ftsmodellen im Internet" width="600" height="180" class="size-full wp-image-399" /><p class="wp-caption-text">Unmittelbar: Zwischen einer Aktion eines Nutzers (links) und einem realen Geldfluss (rechts)<br /> steht immer sowohl eine direkte logische als auch zeitlich begrenzte Verkn&#252;pfung.</p></div></div>
<p><strong>Unmittelbar</strong> bedeutet in diesem Fall, dass zwischen einer Aktion eines Users und einem realen Geldfluss sowohl eine logische Verkn&#252;pfung besteht (z.B. ein K&#228;ufer kauft ein Produkt), also auch begrenzter Zeitrahmen liegt (z.B. 2 Wochen Zahlungsziel).</p>
<div style="font-size:10px; color:#999999;">
<div id="attachment_413" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/umsatz.png" alt="Umsatz: Ein klar definiertes Produkt wird in zeitlich regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden verkauft." title="umsatz" width="600" height="180" class="size-full wp-image-413" /><p class="wp-caption-text">Umsatz: Mit einem definiertem Produkt wird in zeitlich regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden ein realer Zahlfluss erzielt.</p></div>
</div>
<p><strong>Umsatz</strong> bedeutet in diesem Fall, dass &#252;ber die in Anspruchname eines ein klar definiertes Produkts (Ware oder Dienstleistung) regelm&#228;&#223;ig reale Zahlungsfl&#252;sse stattfinden. </p>
<p>&#8220;Exits&#8221;, also Projekt- oder Unternehmensverk&#228;ufe, werden bei dieser Betrachtungsweise bewusst ausgeklammert, da der &#8220;Exit&#8221; selbst per Definition (es fehlt das Nutzenversprechen) kein Gesch&#228;ftsmodell im klassischen Sinne sein kann. Auch bei einem Unternehmensverkauf kalkuliert der K&#228;ufer mit einem (bisher m&#246;glicherweise noch nicht realisierten) Gesch&#228;ftsmodell, welches auf unmittelbarem Umsatz fu&#223;t.</p>
<p>Auf Basis der Begriffsdefiniton von unmittelbarem Umsatz lassen sich f&#252;nf Gesch&#228;ftsmodelle f&#252;r Internetunternehmer identifizieren.</p>
<h3>01. Das werbefinanzierte Modell</h3>
<p>Im werbefinanzierten Gesch&#228;ftsmodell werden Werbefl&#228;chen (z.B. Banner) an Werbekunden vermietet. Die Abrechnung erfolgt in Abh&#228;ngigkeit der Anzahl der Nutzer, denen die Werbefl&#228;chen angezeigt wurden (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tausend-Kontakt-Preis" class="liwikipedia">TKP</a>). Ziel innerhalb dieses Gesch&#228;ftsmodells muss sein, eine maximale Anzahl an Nutzern nicht nur zu gewinnen, sondern auch zu halten und zu wiederkehrenden Besuchern zu machen.</p>
<p>Beispiel: Contentportale (also Webseiten mit redaktionellen Inhalten), zahlreiche Zeitungen und Social Networks geh&#246;ren zu den ausschlie&#223;lich bis mehrheitlich werbefinanzierten Webseiten. Die Nutzerbindung wird durch kontinuierliche Aktualisierung der Inhalte (Zeitungen) oder die Bereitstellung eines kostenlosen Services (z.B. Netzwerk mit Freunden, Foren, kostenlose Browserspiele &#8230;) erreicht.</p>
<p>Unternehmen: StudiVZ, Zeit.de, Pennergame</p>
<h3>02. Das transaktionsfinanzierte (Diensleistungen) Modell</h3>
<p>Im transaktionsfinanzierten Modell auf Dienstleistungsbasis wird ein zeitlich befristetes, nicht-materielles Produkt an Kunden vermietet. Die Abrechnung erfolgt in Einheiten pro Einheit/Nutzer/Monat/&#8230;<br />
Ziel innerhalb dieses Gesch&#228;ftsmodells muss sein, eine maximale Anzahl an Nutzern zu gewinnen, die eine maximale Anzahl an Abrechnungseinheiten erwerben (z.B. lange Laufzeit bei Abomodellen oder h&#228;ufige Nutzung bei Abrechnung pro &#8220;St&#252;ck&#8221;).</p>
<p>Beispiel: Anzeigenm&#228;rkte (Auto- und Immobilienb&#246;rsen, Auktionsh&#228;user,&#8230;), kostenpflichtige Mitgliedschaftsmodelle (Social Networks, Software as a Service) und Dienstleistungsunternehmen (Marketingagenturen, &#8220;Amazon Mechanical Turk&#8221;) basieren auf dem transaktionsbasierten Modell. Alle Unternehmen dieser Kategorie haben gemein, dass die Wertsch&#246;pfung beim Unternehmen selbst liegt: Social Networks, B&#246;rsen und Auktionsh&#228;user stellen die Infrastruktur bereit, Applicationprovider entwickeln Software, Dienstleister leisten Diensleistungsstunden.</p>
<p>Unternehmen: Jobscout, pkw.de, ebay, Xing, Immowelt</p>
<h3>03. Das transaktionsfinanziert (Waren) Modell</h3>
<p>Im transaktionsfinanzierten Modell auf Warenbasis wird ein physisch greifbares Produkt an den Kunden verkauft. Die Abrechnung erfolgt pro verkaufter Einheit.<br />
Ziel innerhalb dieses Gesch&#228;ftsmodells muss sein, eine maximale Anzahl an Nutzern zu gewinnen, die jeweils eine maximale St&#252;ckzahl<sup><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/geschaeftsmodelle-im-internet/#footnote_0_390" id="identifier_0_390" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Betrachung erfolgt zur Vereinfachung ohne Ber&amp;#252;cksichtung der Invesitionskosten f&amp;#252;r Absatzplus">1</a></sup> eines Produkts/der Produkte erwerben. Das Ziel der maximalen St&#252;ckzahl an abgesetzten Produkten pro Nutzer schlie&#223;t die Zielerreichung &#252;ber einen l&#228;ngeren Zeitraum mit ein, da Wiederk&#228;ufer in der Regel mit geringerem Aufwand zu gewinnen sind. </p>
<p>Beispiel: Jeder Art von Onlineshop mit physischer Ware.</p>
<p>Unternehmen: Amazon, MyMuesli, Quelle, Spreadshirt</p>
<h3>04. Das vermittlungsfinanziert Modell</h3>
<p>Im vermittlungsfinanzierten Modell werden Nutzer einer Webseite an Werbekunden weitervermittelt. Die Abrechnung erfolgt per Klick oder auf Provisionsbasis pro vermitteltem K&#228;ufer.<br />
Ziel innerhalb dieses Gesch&#228;ftsmodells muss sein, eine maximale Anzahl an Nutzern zu gewinnen, die jeweils auf k&#252;rzestem Weg die eigene Webseite &#252;ber die &#8220;richtigen&#8221; Links wieder verl&#228;sst.<sup><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/geschaeftsmodelle-im-internet/#footnote_1_390" id="identifier_1_390" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dies gilt auch f&amp;#252;r Sonderformen wie Affiliatemarketing &amp;#252;ber SEA, wobei hier als &amp;#8220;eigene Webseite&amp;#8221; ein Trackinglink ausreichen kann.">2</a></sup> Eine Umsatzsteigerung kann bei diesem Modell einerseits &#252;ber eine steigende Masse an vermittelte Nutzern, andererseits (bei der Vermittlung von K&#228;ufern) &#252;ber die zielgerichtetere Nutzerstr&#246;me realisiert werden.</p>
<p>Da hier kein reeller Wert geschaffen wird, funktioniert das vermittlungsfinanzierte Modell ausschlie&#223;lich in einem Wirtschaftssystem, in dem gen&#252;gend Unternehmen mit anderen Gesch&#228;ftsmodellen existieren.</p>
<p>Beispiel: Suchmaschinen (der mit gigantischem Abstand gr&#246;&#223;te Bereich f&#252;r dieses Gesch&#228;ftsmodell), Webseiten mit &#8220;contextsensitiven Textwerbelinks&#8221;, Affiliateseiten</p>
<p>Unternehmen: Google, Zanox(nutzer)<sup><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/geschaeftsmodelle-im-internet/#footnote_2_390" id="identifier_2_390" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Affiliateplattformen selbst treten als Technologieanbieter auf und sind nicht die eigentlichen Trafficvermittler.">3</a></sup></p>
<h3>05. Das Mitgliedschaftsmodell</h3>
<p>Im Mitgliedschaftsmodell werden den Nutzern einer Webseite Geb&#252;hren f&#252;r die Nutzung berechnet. Die Abrechnung erfolgt pro Leistungszeitraum und gegebenenfalls Leistungsumfang.<br />
Ziel innerhalb dieses Gesch&#228;ftsmodells ist es, aus der Gesamtzahl der Seitenbesucher m&#246;glichst viele zahlende Nutzer zu gewinnen und diese &#252;ber einen maximalen Zeitraum zu halten. Eine Umsatzsteigerung wird oftmals &#252;ber die Bereitstellung einer kostenlosen Variante realisiert, &#252;ber welche die Akquise von zahlenden Mitgliedern deutlich erleichtert wird.</p>
<p>Beispiele: Social Networks, Partnerb&#246;rsen, Onlineapplikationen</p>
<p>Unternehmen: Xing, Neu.de, Office Live</p>
<h3>Was tun mit den Erkenntnissen?</h3>
<p>Dazu muss zun&#228;chst klar sein, was die Erkenntnisse sind, und derer gibt es viele. Eine Erkenntnis kann beispielsweise sein: Das vermittlungsbasierte Modell sowie das werbefinanzierte Modell sind beide jeweils in maximalem Ma&#223; von einem gesunden wirtschaftlichen Umfeld abh&#228;ngig, das werbefinanzierte Modell sogar noch in einem gr&#246;&#223;eren Ma&#223;, da vermittlungsbasierte Modelle f&#252;r Werbekunden oftmals deutlich kosteng&#252;nstiger sind und damit eher bevorzugt werden. Dennoch besteht auch hier eine nicht &#228;nderbare Abh&#228;ngigkeit von Faktoren, die ein Unternehmer dieses Gesch&#228;ftsmodells nicht beeinflussen kann.</p>
<ul>
<li>Als Unternehmer sollte man sich dann fragen: Ist es ratsam, ein Unternehmen aufzubauen, dessen Gesch&#228;ftsmodell so viel Risiko impliziert? Wie kann ich das Risiko besser abfangen und verteilen?</li>
<li>Als Arbeitnehmer kann ich mit dieser Erkenntnis besser beurteilen: Wie solide und sicher steht das Internetunternehmen da, bei dem ich arbeite/mich bewerbe?<sup><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/geschaeftsmodelle-im-internet/#footnote_3_390" id="identifier_3_390" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Gesch&amp;#228;ftsmodell ist EIN Faktor von sehr vielen f&amp;#252;r die Beantwortung dieser Frage. Aber ein wichtiger.">4</a></sup></li>
<li>Als Investor kann ich mit dieser Erkenntnis Schwachstellen erkennen und als Entrepreneur meine Investoren besser &#252;berzeugen.</li>
</ul>
<p>Und das sind nur drei Beispiel eines einzigen Aspekts. Es lohnt sich immer, nicht nur eine konkrete Idee zu beurteilen, sondern auch einen Blick auf das Gesch&#228;ftsmodell dahinter zu werfen. </p>
<div style="font-size:11px; margin-bottom:5px; color:#666666; border-bottom:1px solid #666666;">Fu&szlig;noten:</div><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_390" class="footnote">Betrachung erfolgt zur Vereinfachung ohne Ber&#252;cksichtung der Invesitionskosten f&#252;r Absatzplus</li><li id="footnote_1_390" class="footnote">Dies gilt auch f&#252;r Sonderformen wie Affiliatemarketing &#252;ber SEA, wobei hier als &#8220;eigene Webseite&#8221; ein Trackinglink ausreichen kann.</li><li id="footnote_2_390" class="footnote">Die Affiliateplattformen selbst treten als Technologieanbieter auf und sind nicht die eigentlichen Trafficvermittler.</li><li id="footnote_3_390" class="footnote">Das Gesch&#228;ftsmodell ist EIN Faktor von sehr vielen f&#252;r die Beantwortung dieser Frage. Aber ein wichtiger.</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Wir m&#252;ssen das Internet erkl&#228;ren</title>
		<link>http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/das-internet-erklaeren/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 13:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Internethandbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Netzzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung: Gesetze wie die &#8220;Internetsperren&#8221; werden von der Mehrheit der Abgeordneten aus dem Glauben heraus beschlossen, dass sie Gutes damit tun. Doch sie verstehen nicht, dass das Netz anders funktioniert, da es ihnen niemand beigebracht hat. Warum nicht ein &#8220;Internethandbuch&#8221; unter Creative Commons schreiben? &#8220;Das Internet, f&#252;r alle verst&#228;ndlich erkl&#228;rt&#8221; als neutrales Open Source Standardwerk [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding:5px; border:3px solid #cccccc; line-height:150%;">
<strong>Zusammenfassung:</strong> Gesetze wie die &#8220;Internetsperren&#8221; werden von der Mehrheit der Abgeordneten aus dem Glauben heraus beschlossen, dass sie Gutes damit tun. Doch sie verstehen nicht, dass das Netz anders funktioniert, da es ihnen niemand beigebracht hat. Warum nicht ein &#8220;Internethandbuch&#8221; unter Creative Commons schreiben? &#8220;Das Internet, f&#252;r alle verst&#228;ndlich erkl&#228;rt&#8221; als neutrales Open Source Standardwerk f&#252;r Sch&#252;ler und Erwachsene zugleich. Wir, die Netzexerten aus allen Bereichen, sollten unsere Kreativit&#228;t dazu nutzen, unser Wissen weiterzugeben. Denn nur wer wirklich wei&#223;, wor&#252;ber er abstimmt, kann auch die richtige Entscheidung treffen.
</div>
<p></p>
<h3>Quasi  eine beschlossene Sache: Die Internetsperren sind da</h3>
<p>Das Gesetz zur &#8220;Zugangserschwerung&#8221; ist verabschiedet. Die 134.00 Unterschriften der bis dato erfolgreichsten <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" class="liexternal">Onlinepetition</a> konnten dies ebenso wenig verhindern wie die <a href="http://ak-zensur.de/" class="liexternal">Warnungen zahlreicher Experten</a>. <a href="http://www.hostblogger.de/blog/archives/3939-Offener-Brief-an-alle-Mitglieder-des-Deutschen-Bundestages.html" class="liexternal">Briefaktionen</a>, <a href="http://netzpolitik.org/2009/mahnwache-am-freitag-keine-scheuklappen-fuers-netz/" class="liexternal">Proteste</a>, pers&#246;nliche Gespr&#228;che &#8211; nichts fruchtete. </p>
<p>Eine ganz klare Mehrzahl der schwarz-roten Parlamentarier stimmte f&#252;r die Errichtung einer Sperrinfrastruktur. Und selbst in der Gr&#252;nen Opposition scheint &#8211; <a href="http://www.gruene-jugend.de/themen/demokratie/589389.html" class="liexternal">zum eigenen Entsetzen</a> &#8211; nicht klar zu sein, worum es geht: <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/internet_sperren-636-180----p_11_abst_ent.html#abst_verhalten" class="liexternal">15 Abgeordnete enthielten sich</a> bei der Abstimmung ihrer Stimme, mehr als in allen anderen Fraktionen zusammen.</p>
<h3>Was vom Protest &#252;brig bleibt</h3>
<p>Der Schock sitzt tief bei allen, die gegen dieses Vorhaben gek&#228;mpft haben. Und dem &#252;berw&#228;ltigenden Gef&#252;hl der Ohnmacht folgt die Wut. Wut &#252;ber die Ignoranz, die falschen und gef&#228;hrlichen Argumente, den offenbar aussichtslosen Kampf gegen Lobbys und Unwillige. </p>
<p>Wut, die sich vom ironisch-sarkastischen Aufruf zum bewaffneten <a href="http://blog.pantoffelpunk.de/zermatschtes/die-pflicht-ruf" class="liexternal">Kampf um Grundgesetz Artikel 5</a> bis hin zum <a href="http://www.piratenpartei.de/node/787" class="liexternal">massenhaften Eintritt in die Piratenpartei</a> ausdr&#252;ckt. Letzteres ist mit Sicherheit zu bevorzugen.</p>
<p>Aber auch die Piratenpartei ist nur ein Aspekt und nicht die ganze L&#246;sung. Eine entscheidungsf&#228;hige Mehrheit einer monothematischen Partei ist weder erstrebenswert noch absehbar. Selbst wenn die Piratenpartei in den Bundestag einzieht (was durchaus zu hoffen ist), mehr als Impulse sind nicht zu erwarten &#8211; und dass diese auch  gut &#252;bergangen werden k&#246;nnen, haben wir gesehen.</p>
<p>Was passiert also mit dem Gesetz zur &#8220;Zugangserschwerung&#8221;? <a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/netzsperren-brief-an-horst-koehler/" class="liinternal">Trotz aller Briefe</a>: Es ist davon auszugehen, dass Horst K&#246;hler unterzeichnen wird. Die <a href="http://www.spreeblick.com/2009/06/19/bundestag-beschliest-gesetz-fur-internet-sperren/" class="liexternal">anschlie&#223;enden Verfassungsklagen</a>, die mit Sicherheit kommen werden, sind ergebnisoffen mit Option zum Pyrrhussieg.</p>
<p>Denn parallel geht es munter weiter: <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/samtliche-osterreichischen-gameshops-sollen-indiziert-werden/" class="liexternal">Indizierung von &#246;sterreichischen Computerspiele-Onlineshops</a>, <a href="http://netzpolitik.org/2009/armin-laschet-alterskennzeichnung-fuer-websites/" class="liexternal">Alterskennzeichnung f&#252;r Webseiten</a>, <a href="http://www.telemedicus.info/article/1379-CDUCSU-Three-Strikes-Verfahren-in-Deutschland-Update.html" class="liexternal">Three</a>-<a href="http://www.heise.de/newsticker/Internetsperren-gegen-Urheberrechtsverletzer-auch-fuer-Deutschland-Update--/meldung/141084" class="liexternal">Strikes</a> und nat&#252;rlich die bef&#252;rchteten <a href="http://www.golem.de/0906/67871.html" class="liexternal">Ausweitungen der Netzsperren</a>. Jedes dieser Themen wird bereits diskutiert &#8211; Ende nicht absehbar.</p>
<p>Wie kommen wir da nur wieder raus?</p>
<h3>Auf der Suche nach L&#246;sungen</h3>
<p>Jedes einzelne Gesetzesvorhaben muss sich der kritischen Betrachtung von allen Seiten stellen. Doch was n&#252;tzt dies, wenn berechtigte Einw&#228;nde ignoriert oder die Masse an Gesetzesvorhaben gegen unendlich l&#228;uft?</p>
<p>F&#252;r eine echte L&#246;sung m&#252;ssen also &#8211; &#252;brigens genau wie beim wichtigen Kampf gegen Kinderpornographie &#8211; nicht nur die einzelnen Auspr&#228;gungen, sondern vor allem auch das Kernproblem selbst gel&#246;st werden. Die Frage ist also: Warum gibt es &#252;berhaupt so viele Vorst&#246;&#223;e in eine Richtung, die Netzaktivisten als gef&#228;hrlich und die Politik als notwendig bezeichnet?</p>
<p><a href="http://www.tauss.de/index.php?nr=26398" class="liexternal">J&#246;rg Tauss</a>, ehemaliger SPD Politiker und aus Protest gegen das &#8220;Zugangserschwerungsgesetz&#8221; zur Piratenpartei &#252;bergetretener Abgeordneter versucht auf abgeordnetenwatch.de <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/joerg_tauss-650-5656--f196633.html#frage196633" class="liexternal">einen Erkl&#228;rungsversuch</a>, der sich auch mit meinen pers&#246;nlichen Erfahrungen deckt:</p>
<blockquote><p>Ein grosser Teil der Parlamentarier ist mit dem Internet nicht aufgewachsen. Sie empfinden es daher moeglicherweise sogar als Bedrohung. Sie nehmen es nicht als technisches Netz oder als Kommunikationsinfrastruktur wahr, verstehen nichts von Netzneutralitaet, sondern als etwas, wo man eben Boeses bekommen kann und wo vermeintlich das Boese auch herkommt und die Gesellschaft durchdringt. </p>
<p>Das Netz spiegelt nicht Probleme wider, sondern verursacht sie in deren Augen: (in beliebiger Reihenfolge und austauschbar Islamismus, Pornos, Hacker, Bombenbauanleitungen, Terroristen, Rechtsradikale und dann auch noch amoklaufende Jugendliche etc. etc.). Deshalb muss das auch bei uns bekaempft werden, zumal, siehe Olympia, es die Chinesen ja schliesslich sogar vormachen koennen (CSU- Uhl ernsthaft: Bei der Ueberwachung des Internet von China lernen).</p></blockquote>
<h3>Von fehlenden Basics</h3>
<p>Die deutliche Mehrzahl der Abgeordneten glaubt, eine f&#252;r Kinder und Jugendliche richtige Entscheidung gef&#228;llt zu haben. Sie wollen grunds&#228;tzlich Gutes bewirken und sind im festen Glauben, genau dies zu tun. Dass sich z.B. die Sperre einer Webseite in so vielen Aspekten fundamental von dem Verbot eines Fernsehsenders unterscheidet ist f&#252;r sie dabei schlichtweg nicht zu begreifen.</p>
<p>Und denken wir einen Schritt zur&#252;ck: F&#252;r die allermeisten Deutschen ist der Unterschied zwischen dem Sendeverbot f&#252;r einen TV-Kanal und der Indizierung einer Webseite v&#246;llig unklar. </p>
<p>Und nat&#252;rlich ist es so, denn wo k&#246;nnte man solche Dinge ausserhalb der T&#228;tigkeit in der IT-Branche (wenn &#252;berhaupt!) lernen? Wie viele Menschen sind interessiert und autodidaktisch genug veranlagt, sich selbstst&#228;ndig z.B. &#252;ber Netzneutralit&#228;t  zu informieren?</p>
<p>Doch heute, 10 Jahre nach dem das Netz den endg&#252;ltigen Siegeszug in die Privathaushalte angetreten hat, sind diese Fragen von immenser Bedeutung. Das Internet ist ein solch beherrschender Aspekt unseres Lebens geworden und kann auf so vielf&#228;ltige und wundervolle Weise bereichernd sein. Senden und Empfangen. Die M&#246;glichkeit des Publizierens f&#252;r jeden, der Zugriff auf das Netz hat. Jeden einzelnen. Wir haben die Geburt einer Technologie erlebt, deren Folgen so global, umfassend und radikal sind, wie es zuletzt vielleicht nicht einmal die Erfindung des Buchdrucks war. Nur die Bedienungsanleitung fehlt.</p>
<h3>Bildungsl&#252;cke Medienkompetenz</h3>
<p>Seit mehreren Jahren spreche ich davon, dass es von der Grundschule an ein Fach &#8220;Medien&#8221; geben muss. Der erwachsene Umgang mit Print, TV und Netz, Datenschutz und Datensicherheit sind in unserer Gesellschaft nicht minder wichtig als Fremdsprachen. Und derjenige, der wei&#223;, wie Schlagzeilen in Boulevardzeitungen aufgebaut sind oder Phishing im Netz funktioniert, kann sich besser davor sch&#252;tzen.</p>
<p>Soweit der kurze Exkurs, Punkt ist jedoch: Wer soll das unterrichten? Aus welchen Lehrb&#252;chern sich informieren? </p>
<p>Unwissenheit kann man der Politik gar nicht so sehr zum Vorwurf machen, wie man vielleicht gerne m&#246;chte. Unsere Volksvertreter verhalten sich wie Sch&#252;ler, die &#252;berfordert und geradezu &#252;berw&#228;ltigt vor einer Aufgabe sitzen und einfach gar nichts mehr verstehen: Sie verleugnen, ignorieren, verbittern.</p>
<p>Ich habe in den vergangenen Jahren festgestellt, dass, wenn ich &#252;ber Medien spreche, beim Gegen&#252;ber zun&#228;chst oft die Tendenz da ist, auch ohne eigenes Wissen das Problem zun&#228;chst zu negieren. &#8220;Aber das ist doch nicht so schlimm&#8221;, hei&#223;t es.</p>
<p>Und dann, wenn ich mehr erkl&#228;re, wenn ich (aus meiner Sicht) bei &#8220;Adam und Eva&#8221; anfange, dann kommt die Einsicht. &#8220;Oh! Ach so ist das, das hab ich nicht gewusst.&#8221; Nat&#252;rlich nicht, woher auch.</p>
<h3>Nachhilfe f&#252;r eine Nation</h3>
<p>Und genau dort m&#252;ssen wir ansetzen. Wir m&#252;ssen bei &#8220;Adam und Eva&#8221; beginnen. Nicht die Frage des F&#252;r und Wider der Netzneutralit&#228;t ist die wichtigste, es ist die Frage: &#8220;Was unterscheidet eine Webseite von einem Server und warum l&#228;sst sich beides nicht mit einem Fernsehsender vergleichen?&#8221; Wir m&#252;ssen das Internet erkl&#228;ren, verst&#228;ndlich und f&#252;r alle!</p>
<p>Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, warum &#8220;Google.de&#8221; keine Quellenangabe ist. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, dass es so etwas wie &#8220;Phishing&#8221; gibt und wie man sich davor sch&#252;tzt. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, was eine Domain ist, was ein Server ist und wie Domaininhaber zu ermitteln sind. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, warum zwischen Domaininhaber und Impressum ein Unterschied besteht. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, dass es so etwas wie Proxys gibt und warum diese wichtig sind. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, was ein Browser ist. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, dass www. nicht der einzige Teil des Internets ist. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, was ein dezentrales Netzwerk ist. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, warum die Sperrung von Webseiten zur Bek&#228;mpfung von deren Inhalten eine eine so unglaublich gef&#228;hrliche Idee ist. In einfachen, klaren, Worten. </p>
<p>Es sieht so aus, als sei es die Aufgabe haupts&#228;chlich meiner Generation, das dringend ben&#246;tigte Handbuch f&#252;r die Technologie, die wir alle l&#228;ngst nutzen, nachzureichen. </p>
<p>Man stelle es sich vor, dieses kontinuierlich aktualisierte Standardwerk: &#8220;<strong>Das Internet &#8211; verst&#228;ndlich erkl&#228;rt</strong>&#8220;. Ein neutrales Handbuch unter <a href="http://creativecommons.org/" class="liexternal">Creative Commons</a>, frei konvertierbar f&#252;r jedes beliebige Medium. Entwickelt, geschrieben, redigiert und diskutiert, illustriert und distributiert von all jenen kreativen Experten aller Couleur , die so sehr die Kraft des Netzes beschw&#246;ren: Uns. Wir sollten ernsthaft dar&#252;ber nachdenken.</p>
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		<title>Netzsperren: Mein Brief an den Horst K&#246;hler</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 20:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/brief-an-horst-koehler.pdf" class="liimagelink"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/brief-horst-koehler.png" alt="Mein Brief an den Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler." title="Mein Brief an den Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler." width="600" height="400" class="aligncenter size-full wp-image-366" /></a></p>
<p><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/brief-an-horst-koehler.pdf" class="lipdf">brief-an-horst-koehler.pdf</a> </p>
<p><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" rel="license" class="liimagelink"><img alt="Creative Commons License" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/de/80x15.png" /></a></p>
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		<title>Die Seitenstruktur von Google und Bing</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 21:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Thema Bing und die damit verbundene Frage, warum es der milliardenschwere Microsoftkonzern nicht schafft, eine handwerklich saubere Webseiten- und Layoutstruktur f&#252;r seine Suchmaschine zu entwickeln, l&#228;sst mich nicht los. Ja, ich &#228;rgere mich richtiggehend, es ist so schade und unn&#246;tig. Bei den &#220;berlegungen bin ich auch auf folgende Frage gesto&#223;en: Wie kann ich einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema Bing und die damit verbundene Frage, warum es der milliardenschwere Microsoftkonzern nicht schafft, eine handwerklich saubere <a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/06/14/bing-microsoft-internet/" class="liinternal">Webseiten- und Layoutstruktur</a> f&#252;r seine Suchmaschine zu entwickeln, l&#228;sst mich nicht los. Ja, ich &#228;rgere mich richtiggehend, es ist so schade und unn&#246;tig.</p>
<p>Bei den &#220;berlegungen bin ich auch auf folgende Frage gesto&#223;en: Wie kann ich einem wenig design-affinen Menschen, am besten sogar einem absoluten Laien, verst&#228;ndlich aufschl&#252;sseln, dass eine Webseite unstrukturiert ist? Im vorangegangenen Beitrag habe ich versucht, die Screenshots nebeneinander zu stellen. Doch der Effekt der kleinen Thumbnails kommt nicht so stark heraus, wie ich es mir erhofft hatte. Zwar sieht man, dass jede einzelne Seite unterschiedlich gelayoutet ist, die extremen Designspr&#252;nge aber, die bei dem klicken auftreten, lassen sich dadurch nicht vermitteln.</p>
<p>Gibt es vielleicht sogar eine M&#246;glichkeit, eine Art Formel festzulegen? Eine Faustregel oder zumindest ein standardisiertes Vorgehen, an Hand dessen eine laien- und vorstandstaugliche Bewertung m&#246;glich ist?</p>
<p>Ich habe experimentiert. Das Ziel des Experiments war, zu visualisieren, ob ein Nutzer im Bereich &#8220;1 Klick von der Startseite entfernt&#8221; mit (verwirrenden) Design/Layoutver&#228;nderungen konfrontiert wird. Ich habe daf&#252;r die Startseiten von Google und Bing genommen und jeweils alle auf der Startseite direkt verf&#252;gbaren Links angeklickt. Bei Google waren das rund 30, bei Bing die H&#228;lfte.</p>
<p>Von jeder einzelnen Seite habe ich einen Screenshot angelegt, diese Screenshots habe ich &#252;bereinander gelegt und die Sichtbarkeit f&#252;r jede einzelne Ebene von 100% auf 10% reduziert, will hei&#223;en: die einzelnen &#252;bereinandergelegten Screenshots werden dadurch zu 90% durchsichtig. Mit folgendem Ergebnis (am besten im Vollbild betrachten):</p>
<p><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/google.jpg" class="liimagelink"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/google-300x215.jpg" alt="Google" title="Google" width="300"  class="alignleft size-medium wp-image-355" /></a></p>
<p><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/bing.jpg" class="liimagelink"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/bing-300x215.jpg" alt="Bing" title="Bing" width="300" class="aligncenter size-medium wp-image-354" /></a></p>
<p>Was hei&#223;t das nun? Das Ergebnis ist auf den ersten Blick nicht so eindeutig, wie ich vermutet h&#228;tte. Man muss auch dazu sagen, dass die Reihenfolge der Ebenen zuf&#228;llig gew&#228;hlt ist, dies wirkt sich nat&#252;rlich auch auf das Endergebnis aus und bietet Platz f&#252;r entsprechende Manipulationen (wenn z.B. Screenshots mit hohem wei&#223;-Anteil ganz oben platziert werden).</p>
<p>L&#228;sst sich mit dieser Methode dennoch etwas &#252;ber eine Webseite herausfinden? Ich denke, bei genauerer Betrachtung schon.</p>
<ul>
<li>Der direkte Vergleich: der Google-Screen besteht aus 30 Einzelseiten, der Bingscreen aus 15. Dennoch ist Google deutlich weniger ducrheinander (was vom Verzicht auf die Verlinkung externer Domains herr&#252;hrt. Erkenntnis: Besser lassen, wenn ich Webeite A besuche m&#246;chte ich nicht direkt von der Startseite auf Webseite B. Und falls doch, l&#228;uft was schief.</li>
<li>Bei Google gibt es offenbar 3 m&#246;gliche Positionen f&#252;r das Logo, das ist eine klar begrenzte Anzahl. Bei der Bing-Montage ist das Logo oben links nur zu erahnen.</li>
<li>Google verf&#252;gt &#252;ber eine (fast) immer identische Navigationsleiste am oberen Fensterrand. Prima!</li>
<li>Einheitliche Dom&#228;ne: Google machts richtig, die Dom&#228;ne ver&#228;ndert sich quasi nie. Der Unterschied bei Bing ist jedoch enorm und die URL deutlich &#246;fter kryptisch. Wenn User dahingehend erzogen werden, dass in de Adressleiste sowieso nur unlesbarer Quatsch steht, ist Phishing leichtgemacht. Letzteres l&#228;sst sich nicht aus der Montage lesen, m&#246;chte ich aber anmerken.</li>
</ul>
<ul>
<p>L&#228;sst sich noch mehr aus den Montagen lesen? Oder gibt es andere, viel bessere Methoden zur Visualisierung? Und was sagen eigentlich die  Designprofis dazu? Das w&#228;r&#8217; doch was f&#252;r Sie, <a href="http://www.designtagebuch.de/" class="liexternal">Herr Schaffrina</a>!
</ul>
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		<title>Und jetzt auch noch Bing: Microsoft und das Internet</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 13:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass Microsoft das Internet verschlafen hat ist kein gro&#223;es Geheimnis. Jahrelang erkannte man nicht den bevorstehenden Wandel oder zog zumindest keine Konsequenzen daraus. Und als er schlie&#223;lich da war, schossen kleine Startups an Microsoft vorbei und die Redmonder mussten hilflos zusehen, wie selbst kleine Firmen und OpenSource Bewegungen das schafften, was sie selbst nicht hinbekommen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Microsoft das Internet verschlafen hat ist kein gro&#223;es Geheimnis. Jahrelang erkannte man nicht den bevorstehenden Wandel oder zog zumindest keine Konsequenzen daraus. Und als er schlie&#223;lich da war, schossen kleine Startups an Microsoft vorbei und die Redmonder mussten hilflos zusehen, wie selbst kleine Firmen und OpenSource Bewegungen das schafften, was sie selbst nicht hinbekommen: Eine Gr&#246;&#223;e im Netz zu werden, ein Innovator sein, die Entwicklung voranzutreiben.</p>
<h3>Der Blick vom Spielfeldrand</h3>
<p>Beispiel Browser: Der Internet Explorer, ist bis heute in Sachen Nutzerzahl Marktf&#252;hrer, was aber allein darauf beruht, dass er im quasi-monopolistischen Betriebssystem Windows mitgeliefert wird. Und was tun die User, kaum werden ganze Generationen nach 10 Jahren &#8220;PC&#8221; zu &#8220;fortgeschrittenen Anwendern&#8221;? Sie wandern ab, massenhaft. Die kostenlose Browseralternative Mozilla Firefox hat den Internet Explorer fast bis in Griffn&#228;he eingeholt und auch Apple &#8211; die ihren Browser ebenfalls mit dem Betriebssystem mitliefern &#8211; gewinnt best&#228;ndig an Marktanteil. Und das zu Recht: Der so genannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Acid_(Browsertests)#Kompatibilit.C3.A4t_von_Anwendungen_2" class="liwikipedia">ACID3-Test </a>pr&#252;ft Browser darauf, wie standardkonform diese in Sachen HTML und CSS, der Lingua Franca des Webs, sind.</p>
<p> Safari 4: 100/100 Punkten<br />
Firefox 3: 76/100 Punkten<br />
Internet Explorer 8: 20/200 Punkten</p>
<p>Browser sind nur ein Bereich, der zeigt, dass es Microsoft nicht gelingt, zu einer relevanten Gr&#246;&#223;e im Netz zu werden. Eine Gr&#246;&#223;e, definiert nicht durch Umsatz oder Aktienkurse, sondern eine Gr&#246;&#223;e definiert durch Innovationsgrad. Ein weiteres Feld: Serversoftware. Damit aus einem physischen Ger&#228;t im Rechenzentrum ein Server wird, bedarf es einer Software. Weltweit <a href="http://news.netcraft.com/archives/web_server_survey.html" class="liexternal">f&#252;hrend</a>: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apache_HTTP_Server" class="liwikipedia">Apache</a>, ein OpenSource-Programm.</p>
<h3>Die neue Suchmaschine: Gestatten, Bing, der Google-Killer</h3>
<p>Jetzt soll es also eine Suchmaschine richten. Mal wieder, schlie&#223;lich ist Bing nicht der erste Versuch, in diesem Markt Fu&#223; zu fassen. Da gab es &#8220;MSN&#8221;, jahrelang die einzige Suche von Microsoft, die diesen Namen jedoch kaum verdiente und es auch nie aus der absoluten Irrelevant hinaus schaffte. Dann kam &#8220;Live Search&#8221;, schon deutlich an Google angelehnt, jedoch mit merklich schlechteren Suchergebnissen, ein rechter Marktanteil wollte ich einfach nicht einstellen.</p>
<p>Das blieb auch in Redmond nicht unbemerkt und seit dem 01. Juni gibt es &#8220;Bing&#8221;. Es handle sich um eine &#8220;Entscheidemaschine&#8221; betont man gerne, eine Entscheidemaschine die bei &#8220;bei t&#228;glichen Entscheidungsfindungen rund um Themen wie Einkaufen oder Reiseplanung helfe&#8221;. Und tats&#228;chlich sind die Suchergebnisse deutlich besser geworden, fast alle Anfragen f&#252;hren zu soliden Ergebnissen. Doch welche Existenzberechtigung gibt es f&#252;r eine Suchmaschine, die &#8220;nicht viel schlechter als Google&#8221; ist?</p>
<p>Usability &#8211; Benutzerfreundlichkeit &#8211; ist ein wesentlicher Faktor, der hinter dem Erfolg von Google steht. Den &#252;berladenen, blitzend-blinkenden Portalen Ende der 90er Jahre setzte Google eine radikale Alternative entgegen: Ein Logo, ein Suchfeld, ein Button, das war&#8217;s im Wesentlichen.<br />
Bei Bing ganz &#228;hnlich &#8211; bis auf dass man sich dort dazu entschlossen hat, ein gro&#223;formatiges Hintergrundbild zu verwenden. Pers&#246;nlicher soll die Suche dadurch werden, hat vermutlich jemand aus dem Marketing eingefl&#252;stert. Ob es klug ist, den Fokus von den Funktionselementen auf die Fototapete im Hintergrund zu lenken sei dahingestellt. </p>
<h3>Struktur, Ordnung und Design bei Bing</h3>
<p>Es ist insgesamt die klare Linie, die so dringend fehlt. Von einheitlicher Struktur ist nichts zu erkennen, ganz im Gegenteil. Es beginnt mit dem dritten Namenswechsel innerhalb weniger Jahre und zieht sich durch bis zur eigenwilligen Gro&#223;- und Kleinschreibung, die &#252;brigens auch schon bei &#8220;Live&#8221; st&#228;ndig wechselte. </p>
<p>&#8220;Bing&#8221; schreibt sich im Logo klein, im Linktext 200 Pixel weiter oben jedoch gro&#223;. &#8220;Beta&#8221; ist ebenfalls gro&#223;, &#8220;seiten&#8221; daf&#252;r in klein, &#8220;web&#8221; ebenfalls klein, daf&#252;r &#8220;Mehr&#8221; gro&#223;geschrieben. Das orthographische Chaos auf der Startseite scheint symptomatisch.</p>
<p>F&#252;r die Nutzer aber noch viel schlimmer ist die einheitliche Uneinheitlichkeit im Design. Konkret:</p>
<ul>
<li>Insgesamt gibt es genau 15 Links auf der Startseite, exklusive der 5 Reiter wie &#8220;Videos&#8221; und &#8220;Maps&#8221;.</li>
<li>Davon f&#252;hren 10 Links zu Webseiten mit radikal unterschiedlichem Design, 2 weitere Designs unterscheiden sich stark zur Startseite.</li>
<li>12 der Links f&#252;hren zu komplett anderen Dom&#228;nennamen, z.B. feedback.discoverbing.com, de.msn.com, home.live.com oder advertising.microsoft.com</li>
</ul>
<p>Folgende Screenshots stammen ausschlie&#223;lich von Seiten, die mit einem Klick (!) von bing.com erreichbar sind. Ausnahme: Das Dropdownfeld &#8220;Extras&#8221; ben&#246;tigt 1 zus&#228;tzlichen Klick, betrifft die Seiten &#8220;Einstellungen&#8221; und &#8220;Werbung&#8221;.</p>

<a href='http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/bing-microsoft-internet/untitled-14/' title='Startseite'><img width="150" height="150" src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/Untitled-14-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Startseite bing.com" title="Startseite" /></a>
<a href='http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/bing-microsoft-internet/untitled-13/' title='Suchergebnisseite'><img width="150" height="150" src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/Untitled-13-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Suchergebnisseite" title="Suchergebnisseite" /></a>
<a href='http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/bing-microsoft-internet/untitled-5/' title='Windows Live'><img width="150" height="150" src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/Untitled-5-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Windows Live" title="Windows Live" /></a>
<a href='http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/bing-microsoft-internet/untitled-4/' title='Anmelden'><img width="150" height="150" src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/Untitled-4-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Anmelden" title="Anmelden" /></a>
<a href='http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/bing-microsoft-internet/untitled-3/' title='Deutschland'><img width="150" height="150" src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/Untitled-3-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Deutschland" title="Deutschland" /></a>
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<a href='http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/bing-microsoft-internet/untitled-7/' title='Feedback'><img width="150" height="150" src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/Untitled-7-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Feedback" title="Feedback" /></a>
<a href='http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/bing-microsoft-internet/untitled-6/' title='MSN'><img width="150" height="150" src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/Untitled-6-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="MSN" title="MSN" /></a>
<a href='http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/bing-microsoft-internet/untitled-15/' title='Werbung'><img width="150" height="150" src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/Untitled1-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Werbung" title="Werbung" /></a>
<a href='http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/bing-microsoft-internet/untitled-2-2/' title='Einstellungen'><img width="150" height="150" src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/06/Untitled-21-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Einstellungen" title="Einstellungen" /></a>

<p>Rund <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,629401,00.html" class="liexternal">100 Millionen Dollar</a> sollen jetzt in die Marketingma&#223;nahmen f&#252;r Bing flie&#223;en. Eine gro&#223;e Summe, erst recht f&#252;r ein halb ausgegorenes Produkt. Dabei w&#228;re ein starkes &#8220;Bing&#8221; sogar w&#252;nschenswert, selbst 2 ernstzunehmende Suchmaschinen im Internet w&#228;ren immer noch zu wenig. Und wie es aktuell aussieht, wird es aber wohl auf absehbare Zeit sogar nur bei einer bleiben.</p>
<h3>&#8230;ach, &#252;brigens, hier.. Datenschutz?</h3>
<p>Wenn ich auf Feedback klick, also wirklich nur klicke, nichts nichts eingebe, nicht eingeloggt und registriert bin, einfach nur als Benutzer auf Feedback klicke&#8230; dann werde ich auf diese URL weitergeleitet:</p>
<p><code>https://feedback.discoverbing.com/default.aspx?mkt=de-de&#038;productkey=bingweb&#038;brand=&#038;&#038;locale=de-DE&#038;P1=dsathome&#038;P2=&#038;P3=0&#038;P4=&#038;P5=32B72ECDB1F04D5FBEB43459E4184F4D&#038;P6=<strong>Koln,%20Nordrhein-Westfalen</strong>&#038;P7=Original&#038;P8=&#038;P9=5<strong>0.944442/6.961666&#038;P10</strong>=24902.0&#038;P11=http://www.bing.com/?scope=images&#038;nr=1&#038;P12=&#038;searchtype=Web%20Search&#038;optl1=1&#038;backurl=http://www.bing.com:80/?scope=images&#038;nr=1&#038;FORM=FEEDTU</code></p>
<p>Da wird also die IP des Users auf dessen Wohnort aufgel&#246;st. Ein Standardverfahren im Webcontrolling, je nach dem &#252;ber welchen Provider man online ist nur m&#228;&#223;ig genau und mehr als eine Region oder Stadt kann nicht ausgelesen werden. </p>
<p>Aber auch wenn es Standard ist, bei &#8220;Bing liegen die Sachen meines (Laien)-Erachtens ein wenig anders:</p>
<ul>
<li>Die URL mit den Standortdaten f&#252;hrt auf ein Formular. Formulardaten k&#246;nnen direkt damit in Verbindung gebracht werden.</li>
<li>Ich habe gar keine Wahl, die Erfassung der Daten zu verhindern, da ich nur &#252;ber diesen Link auf das Feedbackformular komme. Dadurch wird der Herkunftsort quasi zum Pflichtfeld.</li>
<li><del datetime="2009-06-14T09:27:25+00:00">Da steht: Liebe Nutzer, zur Verbesserung unserer Servicequalit&#228;t ermitteln wir die Stadt, von der sie sich aus einw&#228;hlen.</del> Ne, Quatsch, da steht ja&#8230; &#252;berhaupt nichts!</li>
</ul>
<p>Ach Microsoft&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/bing-microsoft-internet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
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