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"But I... I... I think you're the fucking Antichrist."

Noch ein Weblog von Dominik...

funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht. Funktioniert nicht.

Wobei, “Content” vielleicht schon. Siehe den derzeitigen Platz 1 und die dazugehörenden usergenerierten Kommentare des Ehre und Karriere “Ehre und Karriere”-Wettbewerbs. Nochmal: Das ist der Platz 1 nach Uservoting.

Content, okay. Aber Qualität?

oder: Der Tod der Suchmaschinen, der “SEO” und allem anderen.

(Weiter gehts mit dem Thema Umwälzungen. Die Vorgeschichte dazu findet sich hier, hierund hier.)

Erstens: Suchmaschinen sind eine aussterbende Spezies. Zweitens: Alles Gefasel von der “Relevanz”, ich kann es nicht mehr hören. Je mehr ich mich mit dem Prinzip des Hypertexts befasse, desto klarer wird wir, wie unübersehbar fehlerhaft das System als solches ist.

Tatsächlich sind die Suchergebnisse einer jeden Suchmaschinen alles andere als “relevant”.

a) Suchmaschinenergebnisse sind eine künstlich getroffenen Vorauswahl

Welche digitale Inhalte erfasst werden können, bestimmen technologische Voraussetzungen. Text auf Bildern, gesprochene Texte, Technologien wie Flash oder schlicht die Kapazitätsgrenze des Suchindex einer Suchmaschine filtern Inhalte vor und schließen weite Teile schlichtweg aus.

b) Suchmaschinenergebnisse sind Manipulation

“SEO”, die so genannte Suchmaschinenoptimierung, ist - jede philosophische/ethische Diskussion darüber ausklammernd - in vielen Fällen ein euphemistisches Schlagwort für die Manipulation der Ursprungsinformation. Fast alle Maßnahmen, die über eine semantisch korrekte Codedarstellung hinausgehen, verändern die Mutterinformation. Mal mehr, mal weniger:

Überschriften, Seitentitel werden Wortenau angepasst, “Keyworddichten” gemessen und verändert und der “Backlinkhandel” blühte, bis Google einen Riegel vorschob.

Das soeben verlorene Korsett der Zeilenlänge und Druckerschwärze, welchem der Text vor so kurzem erst entrann; in Zeiten der Suchmaschinenoptimierung, wie sie heute betrieben wird, bekommt er es wieder angelegt. Wer ob der harten Worte Zweifel an dieser Aussage hegt, der möge einmal versuchen, wahrhaftig informative und aussagekräftige Inhalte ohne unmittelbare (!) kommerzielle Hintergründe zu den Themen “Private Krankenkasse”" oder Kredite zu finden. Wikipedia zählt nicht.

c) Suchmaschnenergebnisse sind digitale Ergebnisse

Ohne Zweifel, digital ist die Zukunft. Beinahe jede (!) schriftliche- oder bildliche Information, die sekündlich in den Industriestaaten im Jahr 2008 erstellt wird, ist digital. Aber Informationen, die zehn Jahre alt sind? Zwanzig? fünfzig? Mündliches Wissen? Und vor allem: afrikanisches Wissen? Chinesisches? Der bereits vorliegende Datenbestand mag unvorstellbar gigantisch sein, ist aber verschwindet gering gegen das Wissen der Welt, was analog vorliegt.

Und damit sind wir beim ersten Kernproblem: Das Wissen der Welt liegt in Größenordnungen, die für einen Menschen nicht fassbar sind. Lediglich in einem erschreckend geringen Zahlenraum “begreifen” wir Zahlen tatsächlich. 10 Millionen oder 100 Millionen jedoch, wer vermag schon zu sagen wie viel das tatsächlich ist. Viel. Haben uns die Medien gesagt.

Ergo: Technologische Probleme werden immer gelöst, früher oder später. Bücher werden bereits jetzt in großem Stil digitalisiert und Texterkennungsmechanismen sind auf dem besten Weg, ausgereift zu sein. Und das Internet erreicht früher oder später jeden Kontinent, schon jetzt sind mehr Chinesen online als Amerikaner und bis sie frei schreiben dürfen ist eine Frage der Zeit. Wir können also davon ausgehen, dass die Punkte a) und c) gelöst werden.

Bleibt das Problem Mensch: Je größer der Wissensbestand in den Suchmaschinen, desto gezielter und genauer müssen die Suchergebnisse werden. “Seite 1 von 3 Milliarden” - nicht nur vorstellbar sondern eine reine Frage der Zeit unter den Voraussetzungen des Status Quo. Und wo immer eine große Anzahl an Bewerbern zusammenkommt, desto härter wird der Wettbewerb. Hochkonjunktur für Suchmaschinenoptimierer.

Und so sind wir wieder bei den Verifikationsmaschinen, das Zentrum jeder Überlegung, egal aus welcher Richtung sie kommt. Die Verifikationsmaschine, die auf rein technologischer Basis Inhalte prüft, und auf das Stichwort prüft, was derzeit verstümmelt und entstellt als “Relevanz” daherkommt: Qualität.

Die eigene eMail-Kampagne wird schneller als Spam wahrgenommen als manchem Marketer lieb ist. Zum Teil liegt das auch an den Mail-Clients.

Schreibt das Marketing-Portal Ecin. Halt, wie war das? Spam liegt am… Client? Und Verbrechen an.. der Polizei? Kuriose Dialektik. Weiter heißt es:

Nicht überraschend kommt das Ergebnis der Umfrage von Dot Email unter US-Nutzern, die unerwünschte Werbebotschaften per Mail kurzerhand zu Spam erklären.

Denken wir uns mal ganz verrückt in den Kopf eines “US-Nutzers”. Nehmen wir an, wir erhalten eine unerwünschte Werbebotschaft. Könnte es da nicht sein, dass diese “zum Spam erklärt” wird, weil.. nun ja.. wie drückt man es am Besten aus… ES SICH VERDAMMTNOCHMAL UM SPAM HANDELT?

Bei diesem Thema erinnere ich mich an eine Geschichte, die ich unabhängig von der schockierenden ad hoc Meldung oben schon eine ganze Weile bloggen wollte. Beruflich habe ich für einige Zeit die Tochter eines Konzernriesen in Sachen E-Mailmarketing betreut. Neben langwieriger Beratung “Gerne können Sie Newsletter an Ihre Kunden schreiben, aber bitte nur, wenn Sie auch wirklich etwas zu sagen haben. Mit Marketingblabla schaden Sie sich nur selbst.” wurde ich auch mit dem Schreiben des Editorials bedacht. In regelmäßigen Abständen erhielt ich einen Anruf und sollte Tags darauf einen mitreisenen Text zum Einstieg des Konzernnewsletters geschrieben haben.

Nun muss man dazu sagen, dass das Produkt des Unternehmens ungefähr so spannend wie Briefmarken sammeln für Aussenstehende war, die Kommunikation mit den Mitarbeitern sich schwierig herausfordernd gestaltete und der Empfängerkreis der E-Mailaussendung so vital wie Knäckebrot. Aber der Name eben groß.

Ich schrieb also eines Tages wieder ein Editorial und versuchte, es für den Leser so interessant wie nur irgendwie möglich zu machen. Ich recherchierte die Vorteile des Produkts und entdeckte sogar eine kleine, interessante Neuerung, die für die Kunden des Unternehmens tatsächlich von Interesse ist und verband alles zu einem kurzen, schönen Text.

Tags darauf rief mich der Chef des Unternehmens an, der die Abnahme vornehmen wollte. “Herr Schwarz” sagte er, “Herr Schwarz, das.. also, es gefällt uns schon soweit ganz gut, Sie müssten es aber doch nochmal überarbeiten. Uns fehlt noch so ein bisschen der aktuelle Bezug. Sie sind doch so ein kreativer Mann, flechten Sie doch bitte noch ein aktuelles Ereignis mit in den Text ein, denken Sie sich irgendetwas aus. Beziehungsweise nein, wir haben da schon einen Wunsch. Schreiben Sie doch bitte irgendwas über den Klimawandel.”

Irgendwas über den Klimawandel. In einem Produktnewsletter mit einem Produkt a la Briefmarken.

Nicht überraschend kommt das Ergebnis der Umfrage von Dot Email unter US-Nutzern, die unerwünschte Werbebotschaften per Mail kurzerhand zu Spam erklären.

Übrigens: Editoriale schreibe ich schon lange nicht mehr. Die verantwortlichen Mitarbeiter im besagten Unternehmen haben jetzt alle andere, wichtige Positionen. Der Newsletter wurde eingestellt.

Business

“Ziemlich performendes Viral mit hoher Akzeptanz im Social Web 2.0.” kann ich da nur sagen.

Bei Gelächter Nerd

Starting for reality

Das ist einer der schönstenen Strips. Oder der. Und der hier. Ach, eigentlich ist alles wunderbar, was Heyoka auf dieser Seite zu zeigen hat. Ob es auch Menschen außerhalb des Agenturalltags witzig finden, ist eine andere Frage, wahrscheinlich würden sie es nicht verstehen. Wer aber schon einmal direkt oder indirekt mit dem täglichen Wahninn Werbung und Web konfrontiert war, wird sich über viele wunderbar beobachtete Cartoons freuen (und darf sich selbst als Nerd bezeichnen).
http://www.kopozky.net/

Smells like OMD 2007

Die OMD 2007 - ScreenshotIst es eigentlich bezeichnend, wenn sich die führende europäische Messe meiner Branche als “Corporate Design” hässliche Fische auf Drogen aussucht, welche sich so lange von einem widerlichen Wurm bequatschen lassen, bis sie mit einem Eisenhaken in der Kehle jämmerlich an Land ersticken? Ich hoffe inständig, dass nicht.

Die Claim bezeichnet im übrigen die “Online Marketing Düsseldorf” als den “Dreh- und Angelpunkt für digitales Marketing”, womit auch die Entstehung der Fischidee geklärt wäre. Im vergangenen Jahr waren aber die Fische wenigstens noch echt ein, 2007 müssen Sie auch noch eine Photoshopebene mit dreckiger Nemolache tragen. Aber was solls, am Ende ist ja eh alles gleich.

Trotzallem besuchenswert, zumal in diesem Jahr mit knapp 200 Ausstellern und über 7.000 Besuchern zu rechnen ist:

OMD - Online Marketing Düsseldorf
25. und 26. September 2007

Hallen 9 + 10 ยท Messe Düsseldorf
http://www.online-marketing-duesseldorf.de/

Für klickfreundlich Internet Marketing werde ich an beiden Tagen in Halle 10 an Stand J15 zu finden sein.

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