Man sieht Budapest die historische und geografische Nähe zu Wien deutlich an. Es sind nicht nur die Fassaden einer Großstadt, es sind die Fassaden einer Weltstadt der Geschichte, die es hier zu tausenden gibt.
Doch Budapest zerfällt. Jene Geschichte in Form von Jugendstilstuck bröckelt ganz massiv, Jahrzehnte nach dem Zeitpunkt, zu dem eigentlich hätte saniert werden müssen. Doch dazu fehlt das Geld, den Bürgern wie dem Staat. Was um so tragischer ist, denn bei dieser Lage und dieser eigentlich vorhandenen Bausubstanz hätte Budapest das Zeug, eine der schönsten Städte der Welt zu sein. Allein es fehlen die Milliarden. Das Ergebnis: oft trostlos bis ernüchternd.