Fahrt nach Madurai. Stop unterwegs bei zwei Frauen am Straßenrand, die Cashewnuts rösten. Abends Tempelzeremonie im Minakshi-Tempel in Madurai: Shiva wird zu Parvati getragen, seiner Frau. Drum herum viele Farben, Gerüche und Klänge, wie es sich für einen göttlichen Zimmerwechsel gehört.
Besuch in einem Palast der Nayaks. Erbaut von einem Italiener im 17. Jahrhundert in hinudistisch-muslimischem Stil. Leider ist heute nur noch ein kleiner Teil des Palastes existent, den größeren Teil mussten die Nachfolger des Erbauers verkaufen, um ihre "bad habits" zu finanzieren. Dem angeschlossenen Museum muss es ähnlich ergehen, alle interessanten Ausstellungsstücke und jegliche Beschriftungen sind weg - oder vielleicht auch nie da gewesen.
Dann: Temple Tank. Man könnte wohl durchwaten, empfehlenswert scheint dies allerdings nicht. Wir besuchen den besonders schönen Minakshi-Tempel der Abendvorstellung vom Tag zuvor erneut. Nicht nur die Größe mit gleich zwölf Gopurams (Tortürmen) beeindruckt: Der Innenhof ist anders, als wir es bei allen anderen Tempeln je gesehen haben. Ein Wasserbecken in der Mitte schafft eine ganz eigene Atmosphäre, selbst wenn kaum Wasser enthalten ist. Und noch eine Besonderheit: Hier in diesem Tempel ist die Göttin (Parvati/Minakshi) die Hauptperson, nicht der Gott.
Das Mahatma Ghandi Museum überrascht uns. Die wirklich schöne und informative Ausstellung beginnt mit der Kolonialgeschichte Indiens und findet ihren Höhepunkt in den blutigen Gewändern, in denen Ghandi 1948 erschossen wurde. Ich habe dazugelernt. Vor dem Museum steht ein Dinosaurier.
Abendessen im Taj Garden, einem Hotel auf einem Berg vor den Toren Madurais. Sonnenuntergang mit Stadtpanorama.