Die Landschaft ändert sich umso schneller, je näher wir den Serpentinen kommen, die sich die Berge zum Periyar Nationalpark hochquälen. Plötzlich beherrscht Wald die Umgebung und das wollen wir nutzen: Wir sehen Sambarhirsche, Giant Squirrels, Schlingpflanzen und hören exotische Vögel.
Das richtige Abenteuer ruft dann allerdings in Form von Elefantengeräuschen aus der Ferne. Wir entschließen uns gemeinsam mit dem Guide, den geplanten Weg zu verlassen und ab sofort "offroad" den Spuren zu folgen. Das wird belohnt, nach rund eineinhalb Stunden schnaubt es in einer Senke vor uns: Wilde Elefanten! Vier Tiere grasen im dichten Unterholz rund 30 Meter vor uns und lassen sich dabei nicht von uns stören. Beeindruckend!
Später besichtigen wir eine Kaffeeplantage und Abraham’s Spice Garden, einem seit 54 Jahren gepflegten Gewürzgarten. "Wo der Pfeffer wächst" - das ist dann wohl hier. Außerdem: Vanille, Kakao, Kardamom und vieles mehr, was ich noch niemals außerhalb kleiner Plastikdöschen gesehen habe.
Und dann noch noch einmal Elefanten: Der obligatorische Besuch in einem Elefantencamp soll natürlich nicht fehlen. Wir machen einen Elefantenritt (sehr bequem!), füttern die Tiere und bekommen eindrucksvoll gezeigt, welche Lasten "Maria" und "Bina" mühelos tragen können. Zum Abschluss: Elefantendusche.
Einen Nachmittag verbringen wir im Jeep. Und selbst der schafft den Aufstieg auf die Berge des Umlands kaum. Wagenradgroße Felsbrocken machen dem Allradantrieb zu schaffen, aber es schafft es. Der Ausblick bis ins Tal und über den gesamten Nationalpark ist atemberaubend. Deshalb lassen wir abends andere arbeiten: "Kerala Fight" klingt nach einem wilden Spektakel mit Waffen, Feuer, Akrobatik und Schweiß. Und genau das ist es auch.