Im Brihadisvara-Tempel besteigt Franziska den Tempelelefanten, der neben dem Eingang auf sie gewartet hat. Im Tempel zeigt man uns viele "beautiful statues", die wirklich sehr beautiful sind. Und wenn niemand zusieht, huschen Streifenhörnchen über die Steinmetzarbeiten. Die gesamte Anlage des Shivatempels ist Weltkulturerbe und worauf man besonders stolz ist: Er enthält die dritthöchste monolithische Nandi-Statue Indiens.
Im Palast der Nayaks existiert ein Bronzemuseum. Tanzende Shivas, thronende Ganeshas, noch mehr tanzende Shivas. Im schönen Innenhof Ähnliches aus Stein. Hitze.
Der Palastturm kann bestiegen werden und sein tempelähnliches Aussehen täuscht - tatsächlich wurden hier listig Waffen versteckt. Der Aufstieg ist verwinkelt und abenteuerlich; im ersten Geschoss liegen ein Walskelett und eine Meeresschildkröte. Vom obersten Stock aus gibt es einen wunderbaren Blick über die Stadt.
Irgendwo: Wir sitzen bei einem Bronzegießer der 4. Generation. Stolz erzählt er, dass letzte Woche National Geographic TV da war. Und im Lonely Planet steht er auch, klar. Nicht nur Bronzefiguren werden hier hergestellt, auch Bilder im Tanjore-Stil aus Blütenfarben hinter Glas gemalt. Wir werden auf einen Tee eingeladen, der auch gleich zusammen mit lokalen Spezialitäten dampfend heiß aus der Plastiktüte von einem Straßenstand gebracht wird. Währenddessen geht die Arbeit im Hinterhof weiter: Es wird gegossen und gefeuert, gefeilt, gekurbelt und geklopft. Verkauft auch.