In jedem anderen europäischen Land würde man es wohl sofort als Kitsch abtun, doch hier in Island, wo der Wintertag nur wenige Stunden einigermaßen hell ist, wo es eine staatliche Elfenbeauftragte gibt (tatsächlich!) und wo Grönland jeder Metropole näher liegt passt es irgendwie: An Weihnachten werden den Verstorbenen elektrisch beleuchtete Kreuze auf die Gräber gestellt und ganze Friedhöfe glimmen in der Nacht.
Das hat in diesem kalten Land, so kurios es auch ist, etwas Warmes und Liebenswürdiges. Wie sollte man in völliger Dunkelheit auch ein besseres Zeichen setzen als durch Licht? Und wenn's nur aus dem Starkstromverteiler und den langen Kabeln kommt.