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Tempeldach in Bangkok

Khao Sok Dschungelhotel und Reisen

Zurück nach Thailand geht die Reise, die am frühen Morgen in kambodschanischem Regen anfängt. Ein langer Reisetag beginnt.

Zurück nach Bangkok und Shoppingtour

Es ist noch nicht ganz Mittag, als wir wieder am Bangkok International Airport ankommen, unser Anschlussflug geht erst am späten Nachmittag. Auf mehrere Stunden Wartezeit am Flughafen habe ich wenig Lust und so mieten wir als kleine Gruppe ein Taxi, was uns in die Innenstadt Bangkoks und zurück bringen soll.

Die Gehwege werden mit Radio beschallt, US-Pop läuft und die Straßen sind voll. Wir biegen in eine der großen Shoppingmalls ab, am Eingang kontrolliert Sicherheitspersonal mit dem Metalldedektor und wir sind drin. Drin drängen sich die zahllosen Anbieter gefälschter T-Shirts, Schmuck und Software. Berge an "original Qualitätsware" stapeln sich auf den unsichtbaren Tischen, eifrige Touristen aus dem Westen können kaum schnell genug nachkaufen.

Die Gier nach Schnäppchen lässt nicht wenige Touristen manisch durch die Gänge hetzen, immer in Sorge, das beste aller Angebote zu verpassen. Dass gefälschte Markenkleidung jedoch das Prinzip Marke ad absurdum führt, scheint allen egal. Wohl fühle ich mich hier nicht.

Dann geht es weiter. Wir müssen zum Nationalen Flughafen Bangkok, Wenige Stunden später hebt unsere Maschine Richtung Süden ab.

Weiterflug nach und Ankunft in Suratami

Die Sicherheitskräfte am Flughafen tragen Helm und Maschinenpistolen, fotografieren ist hier nicht erlaubt. Ein mattes Abendrot bedeckt den Himmel, als ich den Flughafen verlasse. Was für ein kontrastreicher Tag. In der kambodschanischen Provinz am Morgen gestartet, den Mittag im Moloch Bangkok verbracht und nun hier erneut auf dem platten Land angekommen. Bevor ich jedoch allzu viel davon zu sehen bekomme, hält die Dunkelheit Einzug und nur wenige Lichter erhellen die Bereiche links und rechts der Straße. Über zwei Stunden ist der Minibus unterwegs, weiter Richtung Süden.

Dort liegt, in Mitten des Dschungels, „Art's Riverview Logde“. Diese ist, so steht es auf dem Eingangsschild darunter, „the best choice for nature lovers“ und nach dem langen Reisetag ganz ausgehungert liebe ich die Natur zunächst vor allem in Form fangfrischer Shrips, Salaten und anderer Buffetspezialitäten. Bei einem Singha-Bier sitzen und liegen wir später am stockdunklen Flussufer irgendeines Dschungelflusses. Art sitzt auf der Terasse, für ein paar Minuten leiste ich ihm Gesellschaft. Noch sei nicht viel los, sagt er, die Saison komme erst und stolz erwähnt er seinen Nennung im Lonley Planet.

Und die hat er zur Recht. Das Gelände ist mehrere Hektar groß und in unterschiedlichen Abständen stehen insgesamt 15 Blockhütten im Dschungel, verbunden durch kleine Wege und Brücken. Die Einrichtung ist rustikal und zweckgemäß: Ein Tisch, zwei Stühle, zwei Betten, zwei fest installiert Moskitonetze darüber. Wäre es mehr, es würde stören. Hier, mitten im Dschungel. In der Nacht werde ich durch polternden Lärm geweckt. Eine Gruppe Affen nimmt das Hausdach als Abkürzung zwischen zwei Bäumen.

Morgens im Khao Sok Nationalpark

„Ja, sechs Uhr sei eine gute Zeit“ sagte mir Art am Vorabend und so klingelt mein Wecker, als die Stundenanzeige noch bei 5 steht. Ich möchte Tiere sehen und vor allem auch vor die Linse bekommen. Also verlasse ich leise die Hütte und schleiche mich durch den Wald, den ich in der Morgendämmerung das erste Mal richtig sehen kann.

Einige der anderen sind auch schon auf den Beinen, ein stummes Winken und ich suche weiter die Bäume nach Lebenszeichen ab. Doch die bleiben aus. Auch die versprochene Affenherde, die angeblich im Fluss baden soll, legt auf Hygiene heute scheinbar keinen Wert. Aus Frust fotografiere ich eine Blume. Das Bild wird unscharf.

Der Höhepunkt des Morgens kommt so in Form von menschgemachter Technik: Durch Zufall habe ich die Hütte mit dem wohl bemerkenswertesten Bad erwischt. Eine Holztür auf der Rückseite führt in einen gemauerten Anbau ohne Dach, an dessen Wand sich eine Armatur befindet.

Ein beherztes Drehen und über einen künstlichen Wasserfall plätschert eiskaltes Wasser. Kletterpflanzen wuchern über die Mauer und der Blick nach oben zeigt den klaren Morgenhimmel zwischen den Baumwipfeln. Eiskaltes Wasser bleibt jedoch auch in schöner Umgebung eiskalt und ich bleibe nicht länger, als unbedingt nötig ist um wahrheitsgemäß erzählen zu können, an welchem kuriosen Ort ich bereits einmal duschte.

Mittlerweile ist der der dritte thailändische Stempel in meinem Pass.
Einreise von Europa aus, Ausreise nach Kambodscha und erneute Einreise.
In der Innenstadt Bangkoks.
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(Bild 1/5) In der Innenstadt Bangkoks.
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Nach der Landung im Süden Thailands.
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(Bild 1/8) Nach der Landung im Süden Thailands.
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Der Chieo-Lan-See ist ein künstlicher Stausee.
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(Bild 1/11) Der Chieo-Lan-See ist ein künstlicher Stausee.
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Chieo-Lan-See: Schnell, ein Boot gezimmert

Nach dem Frühstück geht es weiter. Eine Bootsfahrt steht auf dem Programm und mit zwei Langbooten fahren wir bei blauem Himmel und Sonnenschein auf einen von Hügeln umgebenen Stausee hinaus. Die Ausdehnung des Gewässers lässt sich nicht schätzen, hinter jeder Kurve liegt eine weitere Wasserfläche, an deren Ufern die Berge wachsen, je tiefer wir in das Wasserwegesystem vordringen. Aus Bergen werden Felsen, aus Felsen Klippen, teils schroff und blank, teils mit Sekundärurwald überzogen. Immer surrealer wird die Umgebung, durch die das Langboot mit laut dröhnendem offenen Motor schießt. Dann schaltet der Bootsführer ihn ab und plötzlich ist eine dichte Stille um uns herum, während wir an Geschwindigkeit verlieren. Nur noch am wasserteilenden Bug plätschert es und in einer großen Kurve drehen wir backbord. Mitten auf dem Wasser liegen 15 bis 20 kleine Hütten in einer Linie aufgereiht, gebaut auf einer schwimmenden Holzplattform. Gute 150 Meter lang verbindet dieser schwimmende Steg zwei Ufer miteinander, quer über den See.

Mit kleiner Fahrt legen wir an und machen am größten der schwimmenden Gebäude fest, dem „Plernjprai Rafthouse“, wie auf einem Schild steht. Die schwimmende Wirtschaft ist Ausflugsziel und Haltepunkt für die Touristen am See – wir sind zunächst die Einzigen. Die kleinen Hütten nebenan sind Gästehäuser – vier auf vier Meter, eine Matratze mit Moskitonetz und eine Strohdach überm Kopf. Ich bedaure, hier nicht länger bleiben zu können und freue mich nach der lauten Dschungelnacht über die himmlische Ruhe.

Bis zum Mittagessen – Reis und Geschnetzeltes, wie immer eben – ist es noch eine Weile und so schließe ich mich einem Teil der Gruppe an und gehe zurück aufs Wasser. Eine paar Kanus sind am Steg angetäut und zur freien Benutzung. Wir paddeln hinaus und auf dem strömungsfreien Gewässer dauert es nicht lange, bis wir auf der Rückseite des nächste Hügels sind. Mittlerweile hat die Sonne ihren Höchststand erreicht und wir machen an einem toten Baum in der Mitte des Stausees fest, dessen kahler Stamm herausragt. Das Wasser ist klar und angenehm kalt und wir freuen uns wie die Kinder darüber, hier schwimmen zu können. Die Sonne wird’s schon wieder trocknen, Badesachen hat natürlich niemand dabei.

Mit der Fähre nach Ko Samui

Ein paar Stunden später sind wir mit einem anderen Boot erneut auf Wasser, diesmal Salzwasser. Eine große Passagierfähre bringt uns nach Ko Samui, eine der bekanntesten und beliebtesten Inseln vor Thailand. Hier, eine Stunde Fahrt von der Küste entfernt, soll unser Urlaub bei Sonne und Meer ausklingen. Ich stehe die gesamte Fahrt über am Bug und freue mich über den Wind, der mir ins Gesicht bläst. Die Sonne verliert bereits an Kraft, als wir ankommen.

อ่างเก็บน้ำเชี่ยวหลาน

Der Chieo-Lan-See ist Teil des Khao Sok Nationalparks.
Die Fähre nach Ko Samui.
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(Bild 1/4) Die Fähre nach Ko Samui.
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