Apple Time Capsule

Lange hatte ich zwei Systeme im Einsatz: ein iBook für unterwegs und ein Mac Mini als stationären Rechner. Langfristig wurde die Frage der Synchronisation aber so dringlich, dass ich mich Ende letzten Jahres dazu entschlossen habe, beide Rechner gegen ein MacBook einzutauschen. Ein Tausch, den ich nicht bereue.

Blieb jedoch viele Monate die Frage nach Backups offen. Oder anders gesagt: Zwischen November und Juni dachte ich wie alle Jahre davor „Backups? Jaja, wenn mal Zeit ist“. Da ich zwischenzeitlich jedoch sämtliche Daten nur noch auf dem Laptop hatte und dieser auch nur noch über 100 MB freien Speicher verfügte, war Zeit zu handeln: Ich habe mir eine Time Capsule gekauft.

Und damit bin ich auch zufrieden, pinzipiell. Die Einrichtung: superschnell. Das erste Backup: Superlangsam, aber so ist das nunmal über WLAN, ich hätte die Zeitapsel ja auch verkabeln können, war ich aber zu bequem. Design, Benutzung, Preis – alles Hervorragend oder zumindest okay. Aber:

Time Capsule lässt sich nicht partitionieren. Geht nicht. Also, geht schon, aber nur, wenn ich das Gehäuse aufbreche, die Garantie verliere und über ein Kabel verbunden bin. Prinzipiell noch nicht all zu tragisch, wenn nicht Problem zwei hinzukäme: Time Machine.

Time Machine macht automatisiert Backups. Jede Stunde, immer wenn ich in Reichweite der Time Capsule bin. Gespeichert werden dabei jeweils nur die seit dem letzten Backup verwendeten Dateien, trotzdem: das läppert sich. Arbeite ich 3 Stunden an einem Dokument, macht Time Machine 3 unterschiedliche Backups davon. Diese Einstellung lässt sich nicht ändern, es gibt keinerlei Möglichkeit für den Anwender, die Häufigkeit der Backups oder die Vorhaltezeit auf der Time Capsule zu konfigurieren! Nichts, lediglich „Backup oder kein Backup“ ist hier die Frage, welche Apple stellt.

Und so läuft alles darauf hinaus, dass ich zwar eine 500 GB große Time Capsule habe, diese jedoch Megabyte für Megabyte, langsam aber unaufhaltsam für eine Time Machine Backupdatei aufgebraucht werden und ich habe keine Möglichkeit, dies zu verhindern. Die parallele Nutzung der WIFI-Festplatte als Datenträger und automatisiertem Backupmedium wird dadurch nicht nur unnötig erschwert sondern je nach Nutzungsintensität geradezu unmöglich.

Warum das so sein muss ist mir schleierhaft. Schon die einfache Möglichkeit, in Time Machine den maximalen Speicherplatz für Backups zu konfigurieren würde völlig ausreichen. Schade, dass ein eigentlich so trivialer Funktionsfehler ein an sich großartiges System so belastet.

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