Eines der für mich faszinierendsten Sujets in Film und Literatur ist die Dystopie, genauer
das Szenario der entvölkerten Erde. Je länger ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto mehr stelle ich fest, dass es eine erstaunliche
Anzahl an Material gibt, von jeder erdenklichen Qualität und aus jedem Jahrzehnt der letzten 100 Jahre.
Viele der empfehlenswerten Filme und Bücher habe ich erst nach langer Recherche entdeckt. Dem
am Thema Interessierten stelle ich mit dieser Liste eine übersichtliche Zusammenfassung zur Verfügung. Auf eine detaillierte Bewertung und
Kategorisierung verzichte ich dabei bewusst, zu unterschiedlich sind Anforderungen, die man an Bücher dieses Generes stellen kann.
Auch möchte ich vorab darauf hinweisen, dass die nachfolgende Liste keinen Anspruch auf
Vollständigkeit erhebt, weshalb ich mich auch über Ergänzungen per E-Mail sehr freue.
Neu: Mein Diskussionsfoum zum Thema
Dystopie in Literatur und Film. Bitte alle fleissig mitmachen und eigene Buch- und Filmtipps abgeben, ich freue mich! » weiter
Dystopische Bücher
1984 (George Orwell)
Das vermutlich weltweit bekannteste dystopische Werk. Die hochpolitische Geschichte beschreibt das Leben des Winston Smith in einem totalitären
Überwachungs- und Präventionsstaat im Jahr 1984. Nicht nur die Zitate aus dem Buch, der Buchtitel selbst ist längst zum beinahe
überstrapazierten Schlagwort geworden. Dies ändert jedoch nichts an der Genialität des Werkes, dem Pflichteinstieg
in das Thema der Dystopie.
Großes Solo für Anton
(Herbert
Rosendorfer)
Der hochgradig von diversen Störungen geplagte Anton L. (laut Autor ein recht langer, komplizierter Name mit dem Anfangsbuchstaben L,
daher die Abkürzung) wacht eines Morgens auf und alle Menschen sind verschwunden. Die Kleider, die sie zuletzt trugen liegen an Ort und
Stelle, ihre Besitzer jedoch fehlen. In der für dieses Genere ungewohnten Form der Satire schreibt Rosendorfer einen Roman, der gleichermasen
kurios wie unterhaltsam ist.
Die Welt ohne uns (Alan Weisman)
Was wäre, wenn ohne Krieg, ohne Katastrophe, einfach so von einem Augenblick auf den anderen alle Menschen von der Erde verschwänden? Das
ist die zentrale und spannende Frage, die Alan Weisman in seinem mittlerweile sehr populären Sachbuch stellt. Ein spannendes, gut
recherchiertes Buch, was weniger das große Ganze als vielmehr viele Teilaspekte der Auswirkungen der Menscheheit auf die Erde beleuchtet.
DMZ (Brian Wood)
Im zweiten amerikanische Bürgerkrieg kommt es zu einer Waffenruhe und zwischen den beiden kämpfenden Parteien liegt mitten in Manhatten
die DMZ, die demilitarizierte Zone. Ein Hubschrauberabsturz verschlägt Matthew Roth mitten in den Handlungsort dieser durchaus zu
empfehlenden Comicreihe - wenn man denn Comics mag.
Der Untergang der Stadt Passau
(Carl Amery)
Im Jahre 131 Post pestilenziam Herrscht Krieg zwischen Passau und den Rosmern, den Bewohnern Rosenheims. Der Auslöser dafür liegt rund 100
Jahre in der Vergangenheit, es ist der Besuch von "Baba" Lois und Matti beim Scheff von Bassau. Zwei postapokalytische Städte, zwei Systeme
und das Ende ist unvermeidlich. Hochinteressante Buch aus den 70er-Jahren, das sich schon allein auf Grund von Details wie der konsequent
verwendeten Lautverschiebung lohnt.
Die Schönheit jener fernen Stadt
(Ronald
Wright)
1999: kurz vor dem neuen Jahrtausend kehrt die Zeitmaschine von H. G. Wells zurück. Dr. David Lambert erfährt davon und aus Gründen
resultierend aus einer schwierigen Dreiecksbeziehung zwischen ihm, seiner Muse und seinem (ehemals) besten Freund besteigt er die Kapsel.
Diese bringt ihn nach London im Jahr 2500, die Stadt liegt verlassen und Zerstört unter einem Dschungel und Lambert beginnt eine Reise in
den Norden. Bemüht tiefsinnig, jedoch nicht unspannend.
Die Flucht der Ameisen
(Ulrich C. Schreiber)
Der Geologe Gerhard Böhm stößt in der Eifel auf sonderbare Strukturen in der Erdkruste. In geologischen Maßstäben gesprochen unmittelbar
darauf bricht zum ersten Mal seit 12.000 Jahren ein Vulkan in Deutschland aus. Der Ort ist äußerst ungünstig, denn austretende Lava verstopft
zunehmend den Flusslauf des Rheins und führt zur wohl größten Krise der Bundesrepublik. Schreibers Endzeitroman und Erstlingswerk ist
sicherlich kein Meisterwerk und nichts Bleibendes, jedoch ein interessanter Ansatz und recht unterhaltsam.
The Stand (Steven King)
Die Supergrippe, ein aus einem Labor entkommener Grippevirus, fordert hunderte Millionen von Opfern. Wenige zehntausend überleben und mit der
Zeit entstehen zwei Gruppen: Die "Freie Zone Bouler" westlich der Rockey Mountains und das Reich des Dunklen Mannes in Las Vegas. Das letzte
Gefecht steht unmittelbar bevor, ein epischer Kapft gut gegen Böse. 1.200 Seiten Kleingedrucktes ist die erweiterte Ausgabe des Werks stark und
wird dennoch nicht langweilig. Von wenigen, recht platten Handlungspunkten abgesehen: Beeindruckend.
Die Straße (Cormac McCarthy)
Ein namenloser Mann geht mit seinem namenlosen, zirka zehnjährigen Sohn durch ein verbranntes Amerika entlang der Straßen Richtung Süden. Die
Dialoge sind karg wie die Landschaft, durch die die beiden gehen, frierend und hungernd. Und trotzdem ist da noch Hoffnung, das buchstäblich
einzige was überhaupt noch bleibt, wenn nichts mehr da ist. Was schnell zu Kitsch werden könnte beschreibt McCarthy in einer nüchternen
Eindrücklickheit, wie ich sie in noch fast keinem anderen Buch gefunden habe - dafür wurde ihm für Pultzer-Preis verliehen. Müsste ich nur
ein einziges Buch dieser Liste wählen, es wäre Die Straße.
Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte
(Ralph Giordano)
Der Journalist und Schriftsteller Giordano beleuchtet in seinem populären Sachbuch die langfristigen Pläne Hitlers für ein Nazideutschland
nach 1945. Bekanntestes Beispiel sind Albert Speers Entwürfe für die absurd gigantische Bauten in der neu zu errichtenden Reichshauptstadt.
In wie weit die im Buch (Erstausgabe 1991) genannten Forschungsergebnisse noch aktuell sind, vermag ich nicht zu sagen, für einen kleinen
Einblick geschichtlich interessierter Laien jedoch reicht es.
Vaterland (Robert Harris)
1964: Die Nazis haben den Krieg gewonnen, Europa unterm Hakenkreuz. In Germania, dem neuen Berlin, wird ein Parteifunktionär ermordet und
der ermittelnde Polizist kommt Stück für Stück einer Wahrheit näher, die ihn nicht mehr los lässt und die ihn selbst in Gefahr bringt.
Harris beschreibt sehr detailgetreu eine durchaus vorstellbares Berlin in einer alternative Realität ohne dabei mit dem moralisches
Zeigefinger zu winken. Muss er auch nicht, schließlich sprechen die geschickt vermischte reale und fiktive Geschichte für sich.
Schöne neue Welt (Aldous Huxley)
Im Jahr 632 nach Ford gibt es keine Krankheiten, keine Kriege, keinen Hunger mehr. Eine Droge und permanenter Konsum überdecken den Wunsch
nach Individualität und verhindern jede Kritik am Autoritäten Staat, in dem jeder Mensch vom Babyalter an einer Zwangskonditionierung
unterzogen wird. Ähnlich wie Orwells 1984 ist Brave New World ein vielzitierter Klassiker und Pflichtlektüre für am Thema Interessierte.
Die Pest (Albert Camus)
Der Klassiker von Nobelpreistäger Camus ist keine Dystopie im klassischen Sinn. Da jedoch die gesamte Handlung im geschlossenen
Mikrokosmos stattfindet passt er dennoch in diese Liste. Im Roman beschreibt Dr. Bernard Rieux den Ausbruch und Verlauf der Pest
in der algerischen Oran. Die Absurdität der Krankheit und der Figuren ist ebenso ein Thema wie Solidarität.
Die Farm der Tiere (George Orwell)
Die Tiere der Jones-Farm planen den Aufstand, führen ihn durch und übernehmen den Hof, der fortan "Farm der Tiere" heißen wird.
Hier sind alle Tiere gleich, nur manche sind gleicher und es dauert nicht lange, bis die alten Hierarchien wieder hergestellt sind.
Orwells Farm der Tiere ist keine klassische Dystopie sondern vielmehr eine politische Satire. Da zahlreiche Elemente jedoch auch
typische Elemente der (politischen) Dystopie sind, soll der Roman auf dieser Liste nicht fehlen.
Der letzte Tag der Schöpfung
(Wolfgang Jeschke)
Das Szenario von Jeschkes Roman ist beinahe so absurd, dass es schon fast wieder glaubhaft ist - oder zumindest eine spannende Geschichte
abgibt: In der Gegenwart werden zahlreiche Artefakte gefunden, die zwar zweifelsfrei 5 Millionen Jahre in der Erde lagen, jedoch aus neuesten
Metalllegierungen bestehen oder von Gerätschaften stammen, die es noch gar nicht gibt. Bald zeigt sich: Mit Hilfe von Zeitreisen sollte die
Geschichte zu Gunsten der westlichen Welt verändert werden. In diesem empfehlenswerten und detailverliebten Zeitreiseklassiker geht es also nicht
um die letzten sondern die ersten Menschen der Welt. Die Ergebnisse jedoch gleichen sich.
Die Arbeit der Nacht
(Thomas Glavinic)
Am 4. Juni wacht Jonas im menschenleeren Wien auf. Strom und Wasser funktionieren, die Autos parken ordentlich am Straßenrand, allein
jegliche Spur von Mensch und Tier fehlt. Schnell weicht der Neugier und Verwunderung die Furcht und Jonas beginnt auf der Suche nach der
Antwort auf die Frage, ob er tatsächlich allein ist, öffentliche Plätze und sich selbst im Schlaf zu filmen. Tagsüber sieht er sich die
handlungsleeren Filme an, einmal, zweimal, ein drittes Mal in Zeitlupe. Und viel mehr passiert auf den 400 Seiten in Glavinics Roman
auch tatsächlich nicht, lediglich zum Ende hin wird es trotz einiger Logikfehler noch einmal interessanter. Für mich persönlich, der ich
mich so sehr auf das Sujet des verlassenen Wiens gefreut habe, insgesamt leider eher enttäuschend.
Die Stadt der Blinden
(Jose Saramago)
Die Ampel in der namenlosen Stadt springt auf grün, doch das Auto in der ersten Reihe setzt sich nicht in Bewegung: Der Fahrer ist
erblindet. Schon bald beginnt sich die Epidemie auszubreiten und ein Mensch nach dem anderen verliert die Kraft zu sehen -
ironischerweise wird ihnen dabei jedoch weiß statt schwarz vor Augen. Die Regierung greift - so lange sie noch sieht - hart durch
und beginnt mit dem verzweifelten Versuch, die Erkrankten zu internieren. Die "Frau des Arztes" folgt ihrem Mann in die Haft und
bleibt als einziger Mensch in einer marodierenden Welt sehend. Nobelpreisträger Saramago hat mit diesem Roman ein höchst intensives,
urgrausames und wahrhaftiges Meisterwerk geschaffen, dass sowohl auf der Ebene der Erzählung als auch als Parabel funktioniert und
noch lange nach der letzten Seite bedrückt.
Malevil
(Robert Merle)
Emanuel Comte füllt im alten Keller seines Anwesens im Süden Frankreichs gerade Wein in Flaschen ab, als die Bombe explodiert. Selbst
tief unter der Erde entgehen er und ein paar seiner Freunde nur knapp dem Tod, ausserhalb haben scheinbar weder Tiere noch Menschen
den Feuersturm der atomaren Explosion überlebt. Mit einem Schlag ist die auf ein Minimum dezimierte Gesellschaft in Mittelalter
zurückversetzt, ständig bemüht, nicht auch geistig-moralisch in das Selbige zurück zu fallen. Merles über 400 Seiten dicker Roman wird
nicht an einer einzigen Stelle langweilig. Geschickt lässt er Emanuel, den Autor des Berichts und Anführer der Gesellschaft von Malevil,
taktieren, ständig abwiegend zwischen starker Führung und säkularem, demokratischen und kommunistischem System. Eine abschließende Antwort
hat Merle freilich auch nicht, aber einen hervorragenden, filigran konstruierten und nachdenklich machenden Roman geschrieben.
Fahrenheit 451
(Ray Bradbury)
Guy Montag ist Feuerwehrmann in einer Zeit, in der die Feuerwehr nicht mehr der Brandbekämpfung dient. Im Gegenteil, Guys Aufgabe
ist das verbrennen von Büchern, der Hauptquelle für unangepasstes Verhalten. Eigenständiges Denken ist nicht erwünscht und die
Gesellschaft des autoritären Staates verbringt ihre Zeit mit Belanglosigkeiten auf Videowänden. Der Kontakt zu seiner jungen Nachbarin,
die sich wiederrechtlich für Bücher interessiert, bringt Guy jedoch dazu, selbst ein Interesse für das geschriebene Wort zu entwickeln.
Eine der bekanntesten Dystopien des 20. Jahrhunderts.
Der ewige Krieg
(Joe Haldeman)
Soldat William Mandella wird zwangsverpflichtet in den interstellaren Krieg geschickt. Die zahlreichen Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit
haben zur Folge, dass während Soldat Mandella nur wenige Jahre altert auf der Erde die Jahrhunderte vergehen. Mit jedem Besuch der alten
Heimat entfremdet er sich mehr von ihr. Haldemans Roman ist ein Klassiker der Science Fiction und passt als solche nur bedingt auf diese
Liste dystopischer Werke. Dennoch sollen der interessante Aspekt der objektiven und subjektiven Zeit erwähnt werden, der in diesem Roman
eine so große Rolle spielt und durch den es Mandella erst möglich ist, die Welt der Zukunft zu sehen.
Die Stadt der Sehenden
(Jose Saramago)
Zurück im namenlosen Staat der "Stadt der Blinden". Es ist Wahl und über dreiviertel der abgegebenen Stimmzettel bleiben weiß. Ein
Ausrutscher, heißt es, die Wahl wird wiederholt, doch dieses Mal wählen noch mehr Menschen "weiß". Ein ausgeübtes Grundrecht bringt die
Demokratie zur Selbstdemontage und Saramago lässt sie gehörig brennen. Zynisch und entlarvend beschreibt er einen Aufstand, der genau
genommen gar keiner ist. Bewegend, jedoch vor allem in der ersten Hälfte. Es sind die großen Dinge, die ihm liegen, nicht die kleinen.
Das Orakel vom Berge
(Philip K. Dick)
Noch nicht gelesen
Lauf gegen die Dunkelheit
(Jeanne DuPrau)
Noch nicht gelesen
Nach der Bombe
(Philip K. Dick)
Noch nicht gelesen
Die Bombe
(Lars Molin)
Noch nicht gelesen
Der dunkle Turm Zyklus
(Stephen King)
Noch nicht gelesen
Todesmarsch
(Stephen King)
Noch nicht gelesen
Die Wand
(Marlen Haushofer)
Noch nicht gelesen
Der Report der Magd
(Margaret Atwood)
Noch nicht gelesen
Oryx und Crake
(Margaret Atwood)
Noch nicht gelesen
Die grüne Wolke
(Alexander Sutherland Neill)
Noch nicht gelesen
Leere Welt
(John Christopher)
Noch nicht gelesen
Ein Freund der Erde
(T. C. Boyle)
Noch nicht gelesen
Die Abschaffung der Arten
(Dietmar Dath)
Noch nicht gelesen
Die Lichtung
(Jean Hegland)
Noch nicht gelesen
Lobgesang auf Leibowitz
(Walter M. Miller)
Noch nicht gelesen
Die geschützten Männer
(Robert Merle)
Noch nicht gelesen
Dystopische Filme
Logan's Run
Im 23. Jahrhundert existiert die Welt wie wir sie kennen nicht mehr. Leben ist nur noch in Städten unter gigantischen Glaskuppeln
möglich. Alle Bewohner tragen einen Kristall in der Handfläche. An ihrem 30. Geburtstag wechselt dieser die Farbe und in einem
pseudoreligiösen Ritual gehen die Geburtstagskinder in "einen anderen Zustand über". Obwohl aus den 70er Jahren beeindruckt der
Film noch heute mit (für diese Zeit) erstaunlichen Spezialeffekten. Absoluter Geheimtipp.
Das fünfte Element
23. Jahrhundert: Das Böse ist unterwegs zur Erde und kein Militär ist in der Lage es aufzuhalten. Einzig das fünfte Element
kann die Erde noch retten, doch verschiedene Umstände verkomplizieren die Sache und Bruce Willis als übel gelaunter
Lufttaxifahrer findet sich auf ein Mal mitten im Geschehen wieder. Der Fokus des Actionfilms liegt klar auf (selbstironischem)
Humor und ist damit eine der witzigsten Dystopien.
Terminator
Ein Cyborg aus der Zukunft landet in der Gegenwart, um die schwangere Sarah Conner zu töten. Ihr Sohn ist es, der später
gegen die Herrschaft der Maschinen aus Untergrund erbitterten Wiederstand leisten wird. Die Terminator-Reihe ist sicherlich eine
der bekanntesten Dystopien im Film. Sehr zu unrecht wird Terminator oft auf einen stupiden Actionfilm reduziert, was ihm
keinesfalls gerecht wird.
Brazil
Die undatierte Zukunft in einem stark bürokratisierten und autoritären Staat: Ein Druckfehler führt dazu, dass statt eines
"Terroristen" ein freischaffender Heizungsmonteur verhaftet und exekutiert wird. Der Beamte Sam Lowry ist für die Bearbeitung
des Falles zuständig und trifft dabei die Frau seiner Träume, wodurch neue Schwierigkeiten entstehen. Bildgewaltige Dystopie
über die Ohnmacht gegenüber einem System, dass schlussendlich aus jedem einzelnen besteht.
Quiet Earth
In einem militärischen Experiment wird versucht, die Energieversorung der gesamten Welt lahmzulegen. Das Experiment geht schief und
beinahe alle Menschen verschwinden. Lediglich drei Personen scheinen überlebt zu haben und finden schließlich auch heraus, warum.
Recht langwieriger neuseeländischer Film von 1985.
Cypher
Morgan Sullivan ist führt ein Durchschnittsleben in der Vorstadt führt. Um aus diesem auszubrechen bewirbt sich bei einer Technologiefirma,
bei der er als Agent arbeiten soll um das Konkurrenzunternehmen auszuspionieren. Später stellt er jedoch fest, dass dies nicht sein
tatsächlicher Auftrag ist. Thiller und Wirtschaftsdystopie.
Idiocracy
In einem militärischen Experiment soll geklärt werden, ob Menschen für längerer Zeit unbeschadet eingefroren werden können. Als wenig
später jedoch der Militärstützpunkt geschlossen wird, werden die beiden Versuchspersonen schlicht vergessen. Erst 500 Jahre später
werden sie durch einen Zufall wieder aufgeweckt - die Gesellschaft ist zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits so verdummt, dass die
beiden die klügsten Menschen der Welt sind. Komödie mit dystopischem Hintergrund, nett aber kein Meisterwerk.
Cube
Sieben Personen, die einander nicht kennen, kommen in einem System aus aus Würfeln zu sich. An jeder Seite ist ein schmaler Schacht,
der in den nächsten Würfel führt, manche davon mit unsichtbaren tödlichen Fallen ausgestattet. Im Mikrokosmos des surrealen
Riesenwürfels beginnen schnell gesellschaftliche Prozesse wie sie in typischeren Dystopien beschrieben werden, weshalb dieser
(exzellente) Film seinen berechtigten Platz auf dieser Liste hat.
eXistenZ
Allegra Geller ist umjubelte Spieledesignerin und läd zur Vorstellung ihres neuesten Spieles ein. Eingestöpselt werden die Konsolen
der nahmen Zukunft direkt in einen Bioanschluss ins Rückenmark des Spielers, die Virtuelle Realität wird dadurch noch realer. Der teils
sehr eklige Film spielt geschickt mit den verschiedenen Realitäten und ist - wenn auch keine klassische - doch auf seine eigene
Weise eine absolute Dystopie.
Matrix
In einer namenlosen Großstadt trifft der Büroangestellte Thomas A. Anderson - nachts ein Hacker namens Neo - auf Morpheus, den er
schon so lange gesucht hat. Dieser eröffnet ihm, dass die Welt, von der er glaubt, sie sei echt, nur eine Virtuelle Realität ist.
Die Matrixtrilogie ist sicherlich einer der komplexesten und richtungsweisendsten Filme der 90er.
Equilibrium
Noch nicht gesehen
V wie Vendetta
Noch nicht gesehen
Gattaca
Noch keine Beschreibung
Minority Report
Noch keine Beschreibung