Bilderflut

Ich räume digital auf. Ich bin dazu gezwungen, denn die Kapazität meiner Festplatte ist am Limit. Außerdem möchte ich unnötigen Ballast loswerden. Einem aufgeräumtem Arbeitsplatz folgt ein aufgeräumter Geist – dies gilt auch für den digitalen Desktop.

Dabei steht auch meine Fotosammlung zur Disposition, iPhoto belegt mit Abstand den meisten Speicherplatz. Eine Gelegenheit, genauer hinzusehen.

Die Fakten

Anzahl der gemachten Fotos pro Jahr.
Anzahl der gemachten Fotos pro Jahr.

In meiner Fotobibliothek befinden sich knapp 26.000 Bilder, rund 100 Gigabyte Daten. Schauen wir uns die Verteilung pro Jahr an, ergeben sich einige interessante Muster.

  • Die ersten Digitalfotos stammen aus dem Jahr 1998, es sind nur wenige Dutzend.
  • Im Jahr 2000 bekam ich meine erste eigene Digitale Kamera. Die Anzahl der Bilder/Jahr ist vergleichsweise gering. Vermutlich, weil die Mehrzahl aller Fotos von schlechter Qualität war.
  • 2003 ziehe ich von zu Hause aus. Die Zahl der Bilder steigt.
  • Meine erste Fernreise im Jahr 2007 lässt die Anzahl der Bilder nach oben schnellen und mit 5 Reisen war ich im Jahr 2008 so viel unterwegs wie nie zuvor.
  • Je mehr ich reise, 2011 bis dato, desto mehr besinne ich mich, nur das Wesentliche zu fotografieren. Oder zumindest nicht mehr gar alles.
Durchschnittliche Dateigröße pro Bild, sortiert nach Jahren.
Durchschnittliche Dateigröße pro Bild, sortiert nach Jahren.

Ein Blick auf die durchschnittliche Dateigröße je Bild zeigt eine interessante Delle in 2010 und 2011. Was ist hier passiert?

In beiden Jahren habe ich überdurchschnittlich viele Bilder mit dem iPhone der dritten Generation gemacht (und Smartphonebilder haben eine geringere Auflösung und damit Dateigröße). Dieser Effekt wird teilweise wieder aufgehoben – jedoch nicht weil ich weniger Bilder mit dem Handy mache, sondern weil ich ab 2012 auf das iPhone 4S umgestiegen bin.

Ausblick

  • Aller statistischen Wahrscheinlichkeit nach werde ich um das Jahr 2060 sterben.
  • Gehen wir davon aus, dass die Menge der Bilder die ich pro Jahr schieße konstant bleibt (gerechnet seit 2007), werde ich in meinen statistisch verbleibenden 47 Jahren rund 147.000 Fotos weitere produzieren.
  • Addiert mit den bereits existierenden 26.000 Fotos sind das an meinem Lebensende 173.000 Fotos. Von mir. Von Freunden. Von Menschen, deren Namen mir schon jetzt nicht mehr einfällt. Von Reisen. Meinen Frühstücks und Burgern.

Ich räume digital auf.

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